
Achim. "Ich freue mich riesig, zumal wir damit nicht nur einen Topmann verflichtet haben, sondern auch ein Zeichen setzen, was unsere perspektivische Ausrichtung angeht", erklärte Marc Nienstedt, Sprecher der Achimer Handball-Vermarktungsgesellschaft, nachdem er sich mit Tomasz Malmon am Pfingstsonntag – parallel zu den Gesprächen verfolgten die Verhandlungspartner in einem Achimer Innenstadt-Lokal das Champions-League-Finale zwischen Kiel und Madrid – auf eine "langfristig angelegte Zusammenarbeit" geeinigt hatte.
Malmon hatte die SG nach erfolgreichen Jahren in der 2. Bundesliga 2010 verlassen, nachdem es nicht gelungen war, die Drittliga-Qualifikation zu schaffen. Er kehrte zum VfL Fredenbeck zurück, der sich von dem Trainer vor gut zwei Monaten vorzeitig getrennt hat. Nun also der Versuch, das Kunststück von 2009, Meisterschaft in der Oberliga Nordsee, beim Männer-Spitzenklub des Handball-Kreisverbandes Verden zu wiederholen, wobei die Spielgemeinschaft keine Notwendigkeit für einen schnellen Erfolg sieht, sondern an Nachhaltigkeit interessiert ist.
"Wir wollen keine Fahrstuhlmannschaft sein, sondern uns in spätestens fünf Jahren in der 3. Liga etabliert haben. Es ist also überhaupt kein Problem, wenn wir es nicht wieder auf direktem Wege schaffen, obwohl ich natürlich weiß, dass Spieler wie Florian Block-Osmers unbedingt wieder nach oben wollen", legt Nienstedt die strategische Grundausrichtung fest.
Begrenzte Möglichkeiten
Er gibt in diesem Zusammenhang zu, dass die finanziellen Möglichkeiten des Drittliga-Absteigers beschränkt sind. "Auch Tomek musste uns ein Stück entgegenkommen, was ihm aber nicht schwer fiel, da er an einer erneuten Zusammenarbeit mit Achim/Baden sehr interessiert war." Tomasz Malmon lebt mit seiner Familie in Fredenbeck und wird daher wieder ein aufwendiges Pendler-Pensum auf sich nehmen müssen.
Nach dem Trennung von Malmon 2010, die vor allem finanziellen Erwägungen, aber auch dem hohen Zeitaufwand des Trainers geschuldet war, hatte Landsmann Irek Faciejew die SG übernommen. Der Fahrstuhl ging gleich wieder nach oben, doch konnte sich der Neuling dann in der stärker gewordenen 3. Liga nicht behaupten. Auch ein – sehr spät vorgenommener – Trainerwechsel – Carsten Meyer kam für nur noch sieben Spiele – vermochte die Talfahrt nicht mehr zu stoppen.
Personell soll Malmon auf den Kern der Mannschaft bauen können, die 2011 überzeugend in die Drittliga-Saison gestartet war, in der Rückrunde aber 13 Niederlagen in Serie kassierte, auf den vorletzten Platz abrutschte und schließlich noch den Einzug in die Relegationsrunde der vier Tabellen-14. verpasste. Nienstedt: "Ich habe mit allen Spielern Vorgespräche geführt und bin davon überzeugt, dass es keine weiteren Abgänge geben wird." Wie berichtet, war seit längerem bekannt, dass Kim Pansing, Marco Blum und Torben Schierenbeck sowie vermutlich auch Malvin Patzack, der sich um einen Studienplatz in Köln beworben hat, nicht mehr zur Verfügung stehen würden.
Ein Fragezeichen steht auch hinter Rückraum-Linkshänder Patrick Denker, der unter anderem vom ATSV Habenhausen und vom TSV Bremervörde umworben wird.





















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