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Nachgefragt bei Robert Räther "Atlas ist Delmenhorsts St. Pauli"

Robert Räther ist Vorsitzender des SV Atlas und fest davon überzeugt, dass in der 1. Kreisklasse mindestens 100 bis 150
Robert Räther ist Vorsitzender des SV Atlas und fest davon überzeugt, dass in der 1. Kreisklasse mindestens 100 bis 150 Zuschauer zu den Heimspielen kommen.

Herr Räther, rund 1200 Zuschauer wollten am Sonntag den ersten Auftritt des neuen SV Atlas live miterleben. Waren Sie selbst überrascht von dem großen Zuspruch?

Robert Räther: Ich hatte insgeheim darauf gehofft, dass das Stadion voll wird. Das große Interesse der Leute zeigt, dass wir mit der Neugründung des Vereins alles richtig gemacht haben. Der SV Atlas ist Delmenhorsts FC St. Pauli – ein Kultverein, der die Fans anzieht. Unsere blau-gelben Fanschals werden uns derzeit aus den Händen gerissen. Ich hatte am Sonntag das Gefühl, dass viele der Zuschauer sehr lange auf den Tag gewartet haben, an dem der SVA endlich wieder auf dem Fußballplatz steht.

Nicht nur bei den Fans scheint Ihr Verein seit der Neugründung offene Türen einzurennen – auch was die Sponsoren betrifft, hat der SVA bereits eine beachtliche Zahl an Unternehmen um sich versammelt...

Im Moment haben wir 30 Stück, wollen aber insgesamt auf 50 kommen. Wir sind also noch immer auf der Suche. Ziel ist es, das Sponsoring auf eine breite Basis zu stellen. Es wäre nicht sinnvoll, sich nur von einem oder wenigen Unternehmen abhängig zu machen. Generell wird die erste Saison in der 1. Kreisklasse sehr teuer für uns. Wir fangen schließlich bei null an, müssen Dinge wie Trikots für alle Mannschaften und Trainingsmaterialien neu anschaffen. Das summiert sich. Für das erste Jahr veranschlagen wir Kosten in Höhe von rund 40000 Euro. Da ist es klar, dass wir viele Sponsoren brauchen. Nur von den Mitgliederbeiträgen kann ein Verein nicht leben.

Auch wenn nach dem ersten Spiel große Euphorie rund um den SV Atlas herrscht, Ihr Verein sah sich bereits Vorwürfen anderer Klubs gegenüber. Gehaltszahlungen und gezieltes Abwerben von Spielern waren zwei Kritikpunkte.

Die anderen Vereine haben einfach Angst, weil sie die Macht des SV Atlas nicht einschätzen können. Auch der Neidfaktor spielt sicher eine Rolle. Die Vorwürfe kann ich komplett abweisen, das ist alles nicht wahr. Von uns wurden keine Spieler abgeworben – im Gegenteil: Die Leute rufen uns an und fragen, ob sie kommen dürfen. Da müssen sich die anderen Vereine selber fragen, woran das liegt. Auch das Gerücht, dass wir Geld an Spieler bezahlen, ist haltlos. Bei uns bekommt keiner etwas. Was ich mir vorstellen kann, ist, dass wir irgendwann in Zukunft, wenn wir ein paar Mal aufgestiegen sind, einen Prämientopf einrichten. Zurzeit ist das aber kein Thema. Das Miteinander mit den anderen Klubs ist im Moment schwierig. Wir wollen aber fair mit allen umgehen.

Nochmal zurück zum Premierenspiel gegen den Landesligisten VfB Oldenburg II. Waren Sie mit der Leistung ihrer Spieler trotz der 0:3- Niederlage zufrieden?

Wenn man sich bewusst macht, dass die Mannschaft vor der Partie erst zwei Mal gemeinsam trainiert hat, war es ein guter Auftritt. Klar war der Klassenunterschied deutlich zu sehen. Ein erstes Spiel, in dem wir einen schwachen Gegner 10:0 abgeschossen hätten, wäre aber nicht sinnvoll gewesen. Gut gefallen hat mir unser Torhüter David Lohmann. Er hat klasse gehalten.

Wo Sie Ihren Keeper gerade erwähnen: David Lohmann hat nach dem Schlusspfiff betont, mit dem SV Atlas so schnell es geht auf Bezirksebene spielen zu wollen, damit das Stadion immer so voll ist...

Da hat er vollkommen recht. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass in der 1. Kreisklasse bei jedem unserer Heimspiele mindestens 100 bis 150 Zuschauer kommen. Es gibt in Delmenhorst einen ganz harten Kern von Atlas-Fans.

Und in Zukunft? Wo sehen Sie den SVA in, sagen wir, drei Jahren?

Ich denke, dass wir dann im Bezirk angekommen sein könnten. Dann müssen wir sehen, wie es weiter nach oben gehen kann.



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Leserkommentare
RogerT am 18.05.2013 13:53
Wenn ich so sehe, wie die Radfahrer, gerade im Viertel, kamikazemäßig unterwegs sind, wundert es mich ehrlich gesagt, dass hier nicht mehr Unfälle ...
calcetin am 18.05.2013 13:24
Wenn die Strassenbahnschienen die Radfahrer gefährden, dann müssen sie, für eine fahrradfreundliche Stadt, eben verschwinden!

Genau ...

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