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Ex-Werder-Star in Delmenhorst im Gespräch Atlas will Ailton

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Ab Sommer in Delmenhorst? Ailton (hier im Trikot des FC Oberneuland) steht ganz oben auf der Wunschliste des SV Atlas. T

Ab Sommer in Delmenhorst? Ailton steht ganz oben auf der Wunschliste des SV Atlas. Team-Manager Thomas Hebgen hat sich bereits Ende des vergangenen Jahres mit dem Stürmer getroffen und die Verhandlungen aufgenommen. Ailtons Vertrag mit dem Verbandsligisten BFV Hassia Bingen (Rheinland-Pfalz) läuft noch bis zum Saisonende.

Seit seinem Abschied von Werder Bremen im Jahr 2004 hat Ailton bei 14 (!) Vereinen gespielt – die 15. Station seiner Tour durch Länder und Ligen könnte den inzwischen 39-jährigen Angreifer im Sommer nach Delmenhorst führen. Thomas Hebgen, der Team-Manager des SV Atlas, bestätigte gestern das Interesse seines Vereins an einer Verpflichtung des ehemaligen Bundesliga-Stars: "Ich kann das nicht dementieren, denn dann müsste ich lügen." So habe er sich bereits Ende des vergangenen Jahres mit dem Brasilianer in Delmenhorst getroffen, "für ein erstes Gespräch", berichtete Hebgen.

Aktuell steht Ailton, der gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, noch bis zum Saisonende beim sechstklassigen Verbandsligisten BFV Hassia Bingen (Rheinland-Pfalz) unter Vertrag, dem er sich vor der laufenden Saison – unter großer medialer Aufmerksamkeit – angeschlossen hatte. Der Kontrakt beinhaltet für beide Seiten die Option auf ein Jahr Verlängerung. "Hassia Bingen ist unser erster Ansprechpartner", hob Ailtons Berater Hendrik Hoppenworth gestern hervor – räumte aber auch ein: "Uns liegen mehrere Anfragen von nationalen und internationalen Vereinen vor, die Interesse an einer Verpflichtung Ailtons haben." Zum Angebot des SV Atlas wollte sich Hoppenworth nicht direkt äußern: "Konkret werden wir erst, wenn die Verhandlungen ein entsprechendes Stadium erreicht haben". So stünde in den kommenden Wochen zunächst die Frage im Vordergrund, ob der Brasilianer seine Karriere überhaupt fortsetzen wolle, sagte der Berater – und lieferte die Antwort prompt hinterher: "Ailton liebt den Fußball. Ich gehe davon aus, dass er weiterspielt. Obwohl es durchaus den Gedanken gibt, sich vor der WM 2014 in Brasilien auf Projekte in der Werbung zu konzentrieren. Wir werden sehen."

Auch Thomas Hebgen ist sich darüber bewusst, dass für den angestrebten Star-Transfer wohl Geduld gefragt ist. "Im Moment ist noch gar nichts konkret. Unsere Anfrage liegt vor, mehr kann ich nicht sagen." In Sachen "Ailton-Finanzierung" wollte Hebgen gestern ebenfalls nicht ins Detail gehen. In Bingen jedenfalls belastet der Ex-Werder-Stürmer die Vereinskasse nicht. Mehrere Gönner des Klubs finanzieren Dienstauto und knapp sechsstelliges Jahresgehalt des Double-Gewinners und Bundesliga-Torschützenkönigs von 2004. Der SV Atlas, der seit seiner Neugründung im April 2012 in der 1. Kreisklasse (9. Liga) spielt, dürfte ein zumindest vergleichbares Gesamtpaket mit Hilfe seiner Sponsoren schnüren müssen, um Ailton von einem Wechsel in noch tiefere Niederungen des Amateurfußballs zu überzeugen. Für den Fall, dass der Verein den angestrebten Aufstieg in die Kreisliga, also in die 8. Liga, schafft: Ein Engagement in dieser Klasse würde selbst für den Fußball-Weltreisenden Ailton einen neuen Liga-Tiefpunkt darstellen.

Beim "großen Finale" in München schoss Ailton das Traumtor zum 3:0. Marcel Reif kommentierte die zögernde Bayern-Abwehr: B wie Bingen: Zwei Tore in zwölf Spielen waren die magere Bilanz seiner ersten Saison im deutschen Fußball. Erst als Thomas Schaaf das Fotostrecke: Ailton von A bis Z
Die beste Zeit seiner Karriere verbrachte der Brasilianer zweifelsohne in Bremen. Meister, Pokalsieger, Torschützenkönig, erster ausländischer Fußballer des Jahres – all diese Titel heimste der bullige Angreifer im Jahr 2004 bei Werder ein, ehe er zum FC Schalke 04 wechselte. Danach folgten Gastspiele bei Besiktas Istanbul, dem Hamburger SV, Roter Stern Belgrad, Grasshopper Zürich, MSV Duisburg, dem chinesischen Klub Chongqing Lifan , dem Bremer Regionalligisten FC Oberneuland sowie im Dschungelcamp des Fernsehsenders RTL – um nur einige zu nennen.



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uschaurischuum am 22.10.2014 11:14
@wk

zit.: " Durch die Umweltzonen sind die Grenzwerte für Feinstaub in den Innenstädten immer seltener überstiegen worden – die ...
uschaurischuum am 22.10.2014 11:10
Im Bereich Bismarckstr. / Dobbenweg haben die Umweltzone und die Limitierung auf Tempo 30 NICHTS gebracht. Es hat am Dobben lediglich eine ...

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