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Serie "Bremens Sportvereine" - Teil 8: TuS Huchting von 1904 Huchtings Stärke ist das Schwimmen

26.08.2011 0 Kommentare
TuS Huchting © Daniel Stöckel
TuS Huchting (Daniel Stöckel)

Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der Klub ein besonders großes Interesse am langfristigen Erhalt des Huchtinger Schwimmbades hat, das im Dezember 2010 seinen 30. Geburtstag gefeiert hatte. Zusätzlich zum Bad in der Delfter Straße sind die Schwimmerinnen und Schwimmer des TuS Huchting auch im Unibad aktiv.

Ein weiteres Standbein will der Verein, dem aktuell rund 2500 Mitglieder angehören, laut Kretschmann beim Reha-Sport aufbauen .Die Managerin zählt auf:Rückenkurse, Nachsorge im Anschluss an Krebs- und Herzkrankeiten, Sport für Menschen, die an Diabetes erkrankt sind: "Das ist die Ausrichtung auf die Zukunft. Wir müssen diesen Bereich ausbauen, denn der Wandel ist spürbar." Auch deswegen hat der Klub letztes Jahr seinen Kraftraum erweitert, der jetzt noch zertifiziert werden soll. Geplant sind außerdem der Ausbau des Gesundheitsbereiches sowie des Angebots für Übergewichtige.

Auch "Tricking" im Programm

Schon jetzt ist das Sport- und Freizeitangebot beim Tus Huchting vielseitig. Neben traditionellen Sportarten wie Basketball, Leichtathletik oder Volleyball können die Vereinsmitglieder unter anderem auch beim Automodellsport, dem Shanty-Chor oder Tricking mitmachen. "Das ist toll anzusehen", sagt Kretschmann über das Tricking, bei dem es primär darum geht, das Publikum durch artistische Eindrücke zu unterhalten. Der einmal im Jahr ausgetragene Show-Wettkampf "erfreut sich wachsender Beliebtheit", so Kretschmann. Fußball fehlt allerdings in der Liste der Sportangebote des TuS. "Fußball war nur bis Mitte der 1950er Jahre im Verein", sagt Kretschmann.

Erwachsene zahlen beim TuS Huchting als Vereinsbeitrag im Monat 15,50 Euro. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren elf Euro, Kinder zwischen vier und 14 Jahren 10,50 Euro. Pro Person werden je nach Sportart (zum Beispiel Schwimmen, Tanzen, Karate) weitere Zusatzgelder fällig.

Mittlerweile wandelt sich der Klub auch immer mehr zu einem Dienstleister: "Früher war es oft so, dass man als Kind in den Verein eintrat und bis zum Lebensende dabeiblieb. Heutzutage ist die Wechselbereitschaft sehr groß", sagt Kretschmann.

"Wir müssen gucken, auf welche Trends wir aufspringen"

Dieser Wandel ist eine große Herausforderung: "Wir müssen gucken, auf welche Trends wir aufspringen". Ein vielseitiges Sport-Angebot müsse es auf jeden Fall weiterhin geben – vor allem für die Kinder. "Sie fangen zum Beispiel mit Karate an und landen dann irgendwann über Boxen und Laufen beim Schwimmen. Viele Kinder kommen viermal die Woche und machen verschiedene Sportarten", sagt Kretschmann.

Auch Eltern werden beim TuS Huchting mit einbezogen. Zweimal im Monat steht Familiensport auf dem Programm  "Das läuft wie Hulle", so Kretschmann. Dann "spielen die Kleinen Tischtennis oder schwimmen mit ihren Eltern. Das zeigt, dass Bedarf besteht."

Weil sich der TuS Huchting vorgenommen hat, aktiv an der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund mitzuarbeiten, werden Sportarten wie Rugby und Boxen vorangetrieben. "Rugby ist sehr integrativ und spricht viele Leute an", sagt Kretschmann: "Da kommen auch Kinder, die sonst nicht so viel zu tun haben."

Die Boxzeile Huchting – ein Gemeinschaftsprojekt des TuS Huchting, des Landessportbundes Bremen, der Gewoba und der Jugendhilfeeinrichtung Alte Eichen - ist seit Juni 2010 in Betrieb. "Das ist ein ganz tolles Projekt in Huchting, die Entwicklung der Zahlen gibt uns recht", sagt Kretschmann, die nicht zuletzt das Engagement der Übungsleiter beim TuS lobt: "Die Trainer arbeiten ehrenamtlich, was mich überrascht. Denn tagsüber arbeiten sie und danach kommt noch das Ehrenamt. Das ist ihnen ganz hoch anzurechnen", so die Klub-Managerin.


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Leserkommentare
Karl-Ferdinand am 04.08.2015 17:46
Wie sonst soll es denn gehen bei den dichten Terminkalender dieser Leute, man kann sie nur bedauern. Apel und Carstens waren Segler und da ist man ...
susanneundjens am 04.08.2015 17:46
Puh, das ist eine gute Meldung. Zu bestimmten Zeiten geht im Bereich Thalenhorststr./Uphuser Heerstr. gar nichts. Verursacht durch Industriegebiet ...