Zukunft des Grambker Seebads ist Thema beim Bürgerschnack / Breite Unterstützung für den Erhalt
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Ärger über Argumente der Finanzsenatorin

02.11.20150 Kommentare

Die Zukunft des Grambker-See-Bades ist weiter ungewiss. Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) stuft die Chancen auf eine Wiedereröffnung in 2016 aufgrund hoher Investitionskosten und laufender Instandhaltungskosten als „gering“ ein. Beiratsmitglied Rainer Tegtmeier (Die Linke) ist enttäuscht über die ablehnende Haltung Linnerts. Seiner Meinung nach ist das Bad durchaus für einige Monate im Jahr mit Vereinsunterstützung und ehrenamtlicher Arbeit zu betreiben. Das machte er beim Bürgerschnack für Burg, Grambke, das Werderland und umzu deutlich.

Laut Tegtmeier veranschlagt Immobilien Bremen für die Bauunterhaltungsmiete des Bades etwa 5000 Euro jährlich. „Wir sehen nicht, wie die Summe zustande kommt“, so der Mitinitiator des Bürgerschnacks. „Linnert war wohl schlecht informiert. Sie hat nicht mal mitbekommen, dass Leute hier das Bad im nächsten Jahr als Verein wiedereröffnen wollen. Viele Menschen, unter anderem Handwerker aus Burg-Grambke, wollen helfen, sodass die Begründung für die 5000 Euro nicht gegeben ist. Wir sind uns da sicher auch im Beirat einig, das Bad auch mit finanziellen Mitteln zu unterstützen.“ Damit ginge das finanzielle Risiko gegen null, ist sich Tegtmeier sicher. Das Bad, das der 1. FC Burg von Anfang Mai bis Ende August betreiben möchte, habe auch eine soziale Komponente.

Burglesums Ortsamtsleiter Florian Boehlke widerspricht in einem Brief an Karoline Linnert den Darstellungen der Grünen-Politikerin ebenfalls. Demnach hat der Sportverein einen Nutzungsplan für das Grambker-See-Bad aufgestellt, der verlässliche Öffnungszeiten während der Sommerferien vorsieht, außerdem ein Kinderprogramm sowie verschiedene Aktivitäten. Ebenso sieht Boehlke keinen Reparaturbedarf von rund 5000 Euro jährlich, zumal der Verein signalisiert habe, „bestimmte Arbeiten in Eigenleistung erbringen zu wollen“. Zuspruch und Engagement zum Erhalt des Bades seien in der Bevölkerung, beim Sportverein und weiteren Partnern groß. Die Zukunft des Grambker-See-Bades steht auch auf der Tagesordnung der nächsten Beiratssitzung am 17. November.

Thema beim Bürgerschnack war zudem ein Rückblick auf das Burger Brückenfest im September, das nach Auskunft von Jens Heemsath vom Orga-Team einen Überschuss von rund 3000 Euro gebracht hat, unter anderem durch Kosteneinsparungen und Spenden, beispielsweise von Arcelor-Mittal. Dabei sei die Startfinanzierung für das Fest durch den Burglesumer Beirat von 3300 Euro schon zurückgezahlt. 1500 Euro sollen nach seinen Worten als Startfinanzierung für das Brückenfest im kommenden Jahr auf dem Konto verbleiben. Die andere Hälfte kommt Einrichtungen in der Region zugute: dem Fischereiverein Burg, Spielhaus Grambke, Studiohaus Grambke, Bewegungsparcours am Fockengrund und der THW-Nord-Jugend, „ohne die das Fest nicht stattgefunden hätte“, so Heemsath.

Uta Karmann von der Begegnungsstätte Grambke/Lesum, stellte den Bewegungsparcours vor, der Anfang September mit acht Geräten eingeweiht wurde. Der Parcours werde von Menschen verschiedener Generationen und Nationalitäten gut angenommen. Im kommenden Jahr soll das Gelände bepflanzt werden, außerdem werden Bänke aufgestellt.

Auch Willi Adam, Leiter des Studiohauses Grambke, hatte die Gelegenheit, die Einrichtung und deren Angebote vorzustellen. Darüber hinaus waren Michael Tiemann vom Bremer Golfclub Lesmona und Jens Bonkowski, Bereichsleiter Senioren im Sozialwerk der Freien Christengemeinde, vor Ort. Tiemann präsentierte Verein und Sport. Bonkowski berichtete über den Umbau der Heimstätte am Ellerbuschort. Der Spatenstich erfolgte im August, der erste Bauabschnitt soll im Mai/Juni nächsten Jahres fertiggestellt sein.

Schließlich erfuhren die knapp 50 Besucher des Bürgerschnacks noch, dass der bisherige Veranstaltungsort ab Januar 2016 nicht mehr zur Verfügung steht. Britta Friedrich, Wirtin des Deutschen Haus, schließt die Gaststätte aus finanziellen Gründen zum Jahresende. Laut Tegtmeier wird rechtzeitig bekannt gegeben, wo der Bürgerschnack künftig stattfinden wird.


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Leserkommentare
Pikaya am 18.08.2017 10:08
Die besten und günstigsten Weihnachtsbäume werden am 24.12 Vormittag gekauft.
suziwolf am 18.08.2017 09:59
Waren Sie auch 'mal in finnischen Gewässern ;-) ?

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