Sextro stellt eine Reihe gravierender Mängel fest, die er in einem Bericht schriftlich dokumentierte, und vor dem Untersuchungsausschuss erneut bekräftigte. Zu den Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten auf den Stationen sagte er: "Ich war etwas schockiert über die Vorgehensweise. Es gab erhebliche Fehler in der Ausführung." Sextro kritisierte, dass das Reinigungspersonal einen unkoordinierten Eindruck gemacht habe, sowie weder System noch Reihenfolge der Desinfektion in den Zimmern erkennbar war und viele Flächen wie Kabel unbehandelt geblieben seien. "Das war wie ein Hühnerhaufen" beschrieb Sextro seinen ersten Eindruck bei der Aufnahme seiner Arbeit. Der Desinfektionsexperte kritisierte zudem, dass von ihm geforderte Gespräche mit den Mitarbeitern und Verantwortlichen in dem gesamten Zeitraum bis Juni nicht zustande gekommen seien. "Man hatte den Eindruck, dies sei nicht gewünscht", sagte Sextro vor dem Ausschuss.
Zudem seien aus seiner Sicht die Zuständigkeiten nicht klar gewesen. Bei Fehlern habe er das Reinigungspersonal sofort angesprochen, ein grundsätzliches Gespräch mit seinen Auftraggebern wäre aber notwendig gewesen, so der Experte. Von dem Krisenstab, der nach dem Keimausbruch in der Klinik eingerichtet worden war, sei er nicht eingeladen worden. Ebenso habe es bis heute keinen direkten Kontakt mit dem früheren und auch neuen Krankenhaushygieniker gegeben. (sad)










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