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Bremer Heimstiftung feierte Richtfest auf dem letzten großen Baustein des Stiftungsdorf Gröpelingen
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Mittendrin im Stadtteil

19.09.20160 Kommentare
WES Elbinger Straße Bremer Heimstiftung Richtfest Stiftungsdorf Gröpelingen
Ulrich Tilgner (v.l.), Petra Meinking, Senatorin Anja Stahmann und Alexander Künzel während des Richtfestes am Stiftungsdorf Gröpelingen an der Elbinger Straße. (Roland Scheitz)

Voraussichtlich im Juli des kommenden Jahres kann hier das Leben einziehen.

Und zwar ganz konkret: die Bewohner der 19 Service-Wohnungen und eine weitere  Kindergruppe des Vereins „Kinder Leben“. „Wo ältere Menschen leben, müssen auch Kinder sein“, lautet nämlich das Credo von Alexander Künzel, dem Vorstandsvorsitzenden der Bremer Heimstiftung. Der Saal im Erdgeschoss wird künftig Aufenthaltsraum für 15 Gäste in der Tagespflege sein: Ein „dringend benötigtes“ Angebot für den Stadtteil, wusste Künzel. Darüber freute sich auch Sozialsenatorin Anja Stahmann, die zum Richtfest nach Gröpelingen gekommen war.

WES Elbinger Straße Bremer Heimstiftung Richtfest Stiftungsdorf Gröpelingen
Der Chor „SMS“ begleitete das Richtfest im Stiftungsdorf musikalisch. (Roland Scheitz)

„Wohnen mit Service“ bedeutet: Die Bewohner leben in eigenen Apartments und können auf Wunsch und bei Bedarf auf professionelle Unterstützung aus Hauswirtschaft und Pflege zugreifen. Insgesamt werden es mit dem Neubau 1400 Quadratmeter mehr Wohnraum für ältere Menschen in Gröpelingen, hatte Petra Meinking errechnet. Vier der Wohnungen werden öffentlich gefördert. Sie können mit einem Wohnberechtigungsschein angemietet werden, erklärte die Hausleiterin des Stiftungsdorfs Gröpelingen. 

Stück für Stück hat das Stiftungsdorf zwischen Gröpelinger Heerstraße und Elbinger Straße im vergangenen Jahrzehnt seine Form bekommen. Von Anfang an geplant war es als generationsverbindendes multikulturelles Zentrum, das Wohnen, Pflege und Stadtteil-Kultur zu einer lebendigen Gemeinschaft verknüpft. Im Stiftungsdorf leben ältere Menschen neben jungen Behinderten, umgeben von Künstlern und kleinen Kindern. Das benachbarte „Café Brand“ ist Treffpunkt für den ganzen Stadtteil, direkt vor der Haustür liegt die lebendige Heerstraße mit ihren Einkaufsmöglichkeiten und gastronomischen Angeboten. Hier bietet die Volkshochschule Kurse an, und die Kontaktstelle für ältere Migrantinnen und Migranten veranstaltet Treffen und Seminare. Wie auch die übrige Bebauung wird auch das neue Haus eine Backsteinfassade der Sonderanfertigung „Stiftungsdorf Feuerwache Gröpelingen“ bekommen.

Was auf dem ehemaligen Gelände der Feuerwache 6 in der Entstehung begriffen war, hatte sich sogar der damalige Bundespräsident Horst Köhler persönlich anschauen wollen, erzählte Alexander Künzel. Nach seinem Besuch vor elf Jahren urteilte der Bundespräsident: Was hier heranwachse, sei beispielhaft für ganz Deutschland. Genauso stellt sich auch Bremens  Sozialsenatorin das Älterwerden vor: „Es ist unser Ziel, dass die Menschen so lange und so selbstständig wie möglich in ihrem eigenen Stadtteil leben können“, erklärte sie und befand. „Ein toller Ort, der alle Generationen vereint.“

Vor sechs Monaten war der Grundstein auf dem Eckgrundstück gelegt worden, auf dem sich in der Vergangenheit eine Sanitärwerkstatt und ein Autohändler befunden hatten. Der Altbau mit 300 Quadratmetern Nutzfläche hat Platz gemacht für einen Neubau mit 2100 Quadratmetern zum Leben: Das sei eine „siebenfache Verbesserung“, hatte Architekt Ulrich Tilgner bemerkt. Und diese „magische Zahl“, da ist sich der Architekt sicher, kann nichts anderes als ein gutes Omen sein.

Das Büro „Tilgner & Grotz“ hat die Planung für ein weiteres Vorzeigeprojekt im Auftrag der Bremer Heimstiftung übernommen. Der Waller Wasserturm wächst Stück für Stück zu einer neuen Einrichtung für ältere Menschen mit 42 Wohnungen und 15 Tagespflege-Plätzen  heran. Und Architekt Tilgner kann ankündigen: Wenn alles so gut weitergeht, wird auch dort noch in diesem Jahr Richtfest gefeiert werden.


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Leserkommentare
Pikaya am 18.08.2017 10:08
Die besten und günstigsten Weihnachtsbäume werden am 24.12 Vormittag gekauft.
suziwolf am 18.08.2017 09:59
Waren Sie auch 'mal in finnischen Gewässern ;-) ?

Die Deutschen sind (auch) in Suomi ,hoch angesehen' ob ihrer
Tugenden und ob mit ...
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