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Ausbau des US-Raketenabwehrsystems beunruhigt Südkoreaner
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Gefürchtete Schutzmacht

03.05.20170 Kommentare
US says THAAD missile system now operational in South Korea
Das THAAD-Raketensystem soll gegnerische Flugkörper abfangen. Viele Südkoreaner befürchten jedoch, nun erst recht zum Ziel nordkoreanischer Raketen zu werden. (Ralph Scott via ZUMA, dpa)

Mit diesen Übungen würden die USA einmal mehr „einen Atomkrieg provozieren“. Hinter den Kulissen dürfte sich Machthaber Kim Jong-Un dennoch gefreut haben. Denn fast zeitgleich zu den Bomber-Übungen hat sich US-Präsident Donald Trump grundsätzlich bereit erklärt, mit dem nordkoreanischen Diktator direkt zu verhandeln.

„Wenn es für mich angemessen wäre, ihn zu treffen, würde ich es durchaus tun“, kündigte Trump am Montag in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg an. „Ich würde mich geehrt fühlen“, beteuerte er. Ein Sprecher des US-Präsidenten präzisierte jedoch: „In naher Zukunft“ werde es keine Begegnung geben.

Nordkorea-Beobachter haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass der junge Diktator an direkten Verhandlungen mit den USA sehr interessiert ist. Das verwundert nicht. Die Sanktionen, an denen sich inzwischen sogar Nordkoreas letzter Verbündeter China beteiligt, haben der nordkoreanischen Wirtschaft in den vergangenen Monaten deutlich zugesetzt. Direkte Verhandlungen zwischen Kim und Trump könnten eine Wende bringen.

Das Wettrüsten in der Region geht derweil trotzdem weiter. Das US-Raketenabwehrsystem THAAD ist amerikanischen Angaben zufolge seit Montag einsatzbereit – und damit mehr als ein halbes Jahr früher als vor Kurzem noch vorgesehen. Mit der vollen Leistungsfähigkeit sei zwar erst ab 2018 zu rechnen, betonte ein US-Militärsprecher. Es sei allerdings schon jetzt imstande, nordkoreanische Raketen abzufangen und Südkorea zu verteidigen. THAAD steht für „Terminal High Altitude Area Defense“ und soll feindliche Kurz- und Mittelstreckenraketen abfangen. THAAD-Raketen tragen keine Sprengköpfe, sondern zerstören die Rakete durch direkten Aufprall. Dies kann bis in 150 Kilometer Höhe geschehen. Neben Russland protestiert vor allem China gegen das US-Raketenabwehrsystem. Beide Länder sehen ihre Sicherheit bedroht.

Doch auch viele Südkoreaner sind gegen THAAD. Die Bewohner der Provinz Seongju befürchten, ihre Gegend könnte zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen und bevorzugtes Angriffsziel der Nordkoreaner werden. Auch große Teile der südkoreanischen Wirtschaft haben sich gegen THAAD ausgesprochen. In China werden wegen der Stationierung von THAAD seit Wochen südkoreanische Einrichtungen wie Restaurants, Supermärkte und Kaufhäuser boykottiert.

Nordkorea treibt sein Atom- und Raketenprogramm derweil ebenfalls voran. Obwohl der UN-Sicherheitsrat Nordkorea den Test von Mittel- und Langstreckenraketen verbietet, hat das Regime in Pjöngjang am Wochenende erneut eine Mittelstreckenrakete in die Luft geschossen. Sie kam jedoch nicht weit. Experten gehen dennoch davon aus, dass Nordkorea bereits in den nächsten Monaten imstande sein wird, ballistische Raketen mit nuklearen Sprengköpfen zu bestücken und sie treffsicher abzuschießen. Auch die USA wären dann in Reichweite.


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Leserkommentare
Pikaya am 18.08.2017 10:08
Die besten und günstigsten Weihnachtsbäume werden am 24.12 Vormittag gekauft.
suziwolf am 18.08.2017 09:59
Waren Sie auch 'mal in finnischen Gewässern ;-) ?

Die Deutschen sind (auch) in Suomi ,hoch angesehen' ob ihrer
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