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Tiere Nicht stören: Katzen bringen Junge alleine zur Welt

Nicht bei der Katzengeburt stören
Meist verlaufen Katzengeburten problemlos. Eingreifen müssen Besitzer nur dann, wenn die Jungen nicht richtig gesäugt werden. Dann sollte ein Tierarzt die Babys untersuchen. Foto: Jennifer Jahns

Die Katze wird dicker und dicker, anlehnungsbedürftig, und der Besitzer stellt sich die Frage: Ist sie vielleicht schwanger? Damit tauchen sofort andere Unsicherheiten auf: Muss ich jetzt zum Tierarzt, was muss ich vorbereiten, braucht mein Tier anderes Futter? Doch wer Ruhe bewahrt und einige Regeln befolgt, kann die erste Katzengeburt ohne Probleme meistern.

Isolde Müller ist eine erfahren Katzenmama. Zahlreiche Male hat ihre Katze in ihrem Wohnzimmer Junge zur Welt gebracht. Der schönste Moment war für sie immer, wenn die trächtige Katze sich hinlegte und man die Beulen am Bauch sehen konnte. "Man konnte das dann ganz vorsichtig fühlen, dass sich die Jungen bewegten, das war toll."

Wer glaubt, dass seine Katze trächtig sein könnte, sollte jedoch nicht zu früh ihren Bauch abtasten. Denn in einem frühen Stadium könnten die Jungen verletzt oder wichtige Versorgungskanäle abgedrückt werden. Doch wie erkennen Halter, ob ihre Katze trächtig ist? "Zunächst einmal muss man gemerkt haben, ob sie zuvor rollig war, also zum Beispiel geschrien hat oder sehr schmusebedürftig war", erklärt Achim Vogel, Fachtierarzt für Kleintiermedizin und Mitglied im Kleintierausschuss der Bundestierärztekammer. War dies der Fall und die Katze wird dick, könne man sich relativ sicher sein.

Zur regelmäßigen Vorsorge müssen Besitzer nicht zum Tierarzt. Wer aber wissen will, wie viele Junge die Katze bekommt und ob alle leben, kann einen Ultraschall machen lassen. "Nach dem 25. Tag kann man schon ziemlich gut schätzen, wie viele Junge es gibt", sagt Regina Seidel, die sich auf Reproduktionsmedizin spezialisiert hat und für die Katzenklinik Frankfurt arbeitet. "Außerdem kann man auf dem Ultraschall-Bild schon relativ früh sehen, ob alle kleinen Herzen schlagen", sagt Seidel. 62 bis 66 Tage nach der Befruchtung werden die kleinen Katzen geboren.

Bis es so weit ist, sollten Halter vor allem auf die Qualität des Futters achten. "Die Jungen drücken mit wachsender Größe immer stärker auf die Organe der Katze. Deswegen haben trächtige Katzen oft wenig Appetit, man sollte also darauf achten, kleine, aber sehr hochwertige Mahlzeiten zu füttern", sagt Seidel. Da Katzen außerdem kein sehr ausgeprägtes Durstempfinden haben, müsse man stetig darauf achten, dass sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Nassfutter oder das Untermischen von Milchprodukten in die Nahrung kann dabei helfen.

Wer nicht genau weiß, wann die Geburt ansteht, sollte auf das Verhalten der Katze achten. Beginnt sie, ihre Nase in Schränke zu stecken und sich zeitweise zu verkriechen, ist das ein Zeichen, dass sie nach einem geeigneten Ort für die Geburt sucht. Dann können Besitzer ihr ein Körbchen in einem ruhigen Raum vorbereiten. So fühle sich das Tier nicht beobachtet oder gestört. "Gleichzeitig sollte es aber möglich sein, den Ort einzusehen, damit man reagieren kann, wenn etwas Unerwartetes passiert", rät Seidel. Zum Tierarzt sollte man die Katze für die Geburt lieber nicht bringen, da es besser ist, wenn sie an einem gewohnten Ort ist.

Meist geht die Geburt völlig problemlos vor sich: "Schwierigkeiten gibt es nur, wenn die Katze nicht in Ruhe gelassen wird", sagt Tierarzt Achim Vogel. Sind die Jungen auf der Welt, kümmert sich die Katzenmutter erst einmal um sie. Während der Nabel von selbst austrocknet, sollte man jedoch darauf achten, ob alle Jungen saugen: "Wenn eines nicht trinkt, sollte man es zum Tierarzt bringen: Dann kann es sein, dass es Gaumenprobleme gibt, die das Junge am Saugen hindern", sagt Vogel. Um das zusätzlich zu kontrollieren, sollten die Kätzchen regelmäßig gewogen werden, um die Gewichtszunahme zu beobachten.

Auch die Katzenmutter kann in dieser Zeit besonders viel Nahrung brauchen, wenn sie viele Junge mit ihrer Milch ernähren muss. Haltern müsse bewusst sein, dass eine Aufzucht sehr viel Zeit kosten kann. "Wenn ein Kätzchen nicht trinkt oder die Mutter nicht genug Milch hat, muss man es mit der Hand aufziehen und es alle zwei Stunden füttern", sagt Tierärztin Seidel. Aufzuchtmilch sowie Fläschchen sollten in der ersten Zeit immer vorrätig sein. (dpa/tmn)



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admiral41 am 24.05.2013 00:08

Der richtige Mann zur jetzigen Situation. Klug und war mit Problemen konfrontiert, die bei Werder gerade anstehen. Dieses Entlassungsgeschreie ...

admiral41 am 23.05.2013 23:28

So sehe ich das auch. Es geht voran.

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