
Offiziell steht der Toptorjäger unter Verdacht, sich beim 3:0-Heimsieg im Nordderby gegen Hannover 96 "einer Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens schuldig gemacht zu haben".
Pizarro hatte Hannovers Innenverteidiger kurz vor dem zweiten Werder-Tor klar ins Gesicht geschlagen. Der Stürmer hat das unmittelbar nach dem Spiel auch zugegeben und von einer "kleinen Klatsche" gesprochen. Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) hat nach Angaben des DFB erklärt, diese Szene nicht gesehen zu haben. Deshalb ermittelt nun der Kontrollausschuss nachträglich.
Vor knapp dreieinhalb Jahren war dem Peruaner bereits schon einmal die Hand ausgerutscht. In der Saison 2008/2009 wurde Pizarro bei der 0:1-Niederlage beim Karlsruher SC in der 90. Minute vom Platz gestellt. Damals hatte er Martin Stoll im Gesicht getroffen und wurde anschließend für drei Spiele gesperrt. Zuletzt hatte Pizarro in der Hinrunde Glück, dass ein Ellbogenstoß gegen Bayern-Verteidiger Holger Badstuber nicht geahndet wurde.
"Ich wollte das nicht machen"
"Ich wollte das nicht machen", hatte Pizarro nach dem Spiel beteuert: "Er war mit seiner Hand auf meinem Körper. Ich versuche seine Hand wegzumachen." Zudem habe Haggui ihn von hinten bedrängt, erklärte Pizarro: "Dabei ging meine Hand hoch, und ich gebe ihm einen Kleinen ins Gesicht."
Pogatetz hatte sich nach dem Spiel nicht zu der Szene geäußert. Pizarros Trainer Thomas Schaaf kommentierte: "Sicherlich hat die Hand da im Gesicht nichts zu suchen, aber mit Sicherheit wurde er provoziert."
Der Kontrollausschuss hat Pizarro und Pogatetz nun zu Stellungnahmen aufgefordert. Danach wird der Kontrollausschuss über das weitere Verfahren entscheiden. Erfahrungsgemäß wird Pizarro aber nicht um eine Sperre umhin kommen. (dpa)




















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