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Werder Bremen Petersens deutliche Botschaft

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Nils Petersen (l.), hier mit Sturmkollege Joseph Akpala, würde auch in Zukunft gerne im Werder-Trikot spielen.

Nils Petersen (l.), hier mit Sturmkollege Joseph Akpala, würde auch in Zukunft gerne im Werder-Trikot spielen.

In München ist also immer noch nicht allzu viel bekannt über die Pläne Guardiolas, der ja momentan noch mit seiner Familie in New York lebt, und in seinem Luxusapartment in Manhattan sicher schon am neuen Kader der Bayern bastelt. Welche Rolle Nils Petersen dabei spielt, der aktuell an Werder Bremen ausgeliehen ist? „Da bin ich Realist“, sagt der Betroffene selbst, „für Pep Guardiola in New York ist Nils Petersen gerade sicher nicht die wichtigste Personalie.“ Mag sein, für Werder ist Petersen dagegen durchaus eine wichtige Personalie, vor allem mit Blick auf die kommenden Jahre.

Der 24-Jährige ist mit neun Treffern Bremens erfolgreichster Torschütze in der laufenden Saison, beim 2:0-Sieg gegen Hannover 96 am Freitagabend gelang ihm zudem sein erster Doppelpack in der Bundesliga. Bremens Trainer Thomas Schaaf wird deshalb nicht müde zu betonen, dass er Petersen gerne über den Sommer hinaus behalten möchte. Er weiß aber auch, dass die Entscheidung darüber weniger in Bremen, sondern vielmehr in München gefallen wird. „Deshalb lohnt es sich auch nicht, ständig darüber zu reden, wie denn aktuell der Stand der Dinge ist“, sagt Schaaf.

2:0 gegen Hannover 96 - Werder Bremen hat am Freitagabend den ersten Sieg in der Rückrunde eingefahren. Wer dabei besonders über Mielitz: Ignjovski: Fotostrecke: Elia überragt alle
Andere reden trotzdem darüber. Petersen zum Beispiel. Der sagte am Sonnabend nach dem Training, dass er sich in Bremen „superwohl“ fühle und dass er gerne bleiben möchte. „Deshalb sind mein Berater und ich auch dabei, eine schnelle Lösung mit den Bayern zu finden, wir stehen in Kontakt mit Matthias Sammer“, sagt Petersen, der seine Zukunft ganz offensichtlich eher im Norden der Republik sieht als im Süden, wo die Konkurrenz mit Mario Mandzukic, Mario Gomez und Claudio Pizarro in der kommenden Saison doch ziemlich groß wäre. „Wenn alle drei Stürmer in München bleiben“, sagt Petersen deshalb, „macht es doch wenig Sinn für mich, zurückzugehen. Einen vierten Stürmer brauchen die nicht.“

Die Bremer könnten ihn dagegen gut gebrauchen, und dieses Gefühl des Gebrauchtwerdens tut Petersen nach einem Jahr auf der Münchener Ersatzbank offenbar auch richtig gut. „Klar, München bekommt mit Guardiola einen Welttrainer, von dem man viel lernen kann. Aber ich habe in Bremen auch meinen Spaß. Es ist ein tolles Gefühl, dass man wichtig für die Mannschaft ist. Da wird einem bewusst, was man an so einem Verein hat“, sagt Petersen. Deutlicher kann man seine Botschaft eigentlich gar nicht rüberbringen: Liebe Bremer, haltet mich!

Hinweis: Um in die Wertung zu kommen, muss ein Spieler in mindestens vier Partien von der Sportredaktion benotet worden sein. So Kevin de Bruyne Fotostrecke: Die Durchschnittsnoten der Werder-Profis 2012/13
Inwieweit das finanziell möglich ist, wird sich aber erst noch zeigen müssen. Ein möglicher Transfer hängt ja nicht nur von den Ablösevorstellungen der Münchener ab, sondern auch von der Bereitschaft der Bremer, diese zu erfüllen. Blöd für Petersen, der jetzt in einer kleinen Zwickmühle steckt: Mit jedem weiteren Tor bringt er Bremen näher heran an die Europa-League-Plätze und damit an die internationalen Geldtöpfe. Mit jedem weiteren Tor wird er aber auch ein bisschen interessanter für die Münchener und somit teurer für potenzielle Kaufinteressenten.

Petersen lächelt, wenn er darauf angesprochen wird. Er kann daran ja eh nichts ändern und demnächst einfach mal mit Absicht am Tor vorbeischießen. Im Gegenteil: Petersen will in den kommenden Wochen lieber noch ein bisschen effektiver werden, er weiß, dass er schon viel mehr Tore hätte schießen können. So gesehen, war das Spiel am Freitag schon ein guter Anfang.



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Leserkommentare
peteris am 17.09.2014 09:20
Da braucht man nur die Werbesendungen in ARD und ZDF betrachten. 90% Pharmawerbung! Diese Branche verkauft ihr Gift zu Höchstpreisen und macht damit ...
Werderland am 17.09.2014 08:54
Klaus Filbry ist seit etwa fünf Jahren bei Werder, erst verantwortlich für Marketing und Finanzen, dann Geschäftsführer. Er ist ein kluger Mann und ...
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