
Überraschend kam die Vertragsverlängerung nicht, Prödl hatte seine Entscheidung bereits in der Vorwoche getroffen, die Verkündung aber hinausgezögert. Dennoch wies vieles darauf hin, dass er seine Zukunft weiter in Bremen sieht. Die Werder-Fans hatten sich zuletzt in einer Umfrage von WESER-KURIER Online deutlich für einen Verbleib des Abwehrspielers ausgesprochen. 84 Prozent der weit über 2000 Teilnehmer antworteten auf die Frage, ob Werder den Österreicher halten soll, mit "Ja".
Der österreichische Nationalspieler kam 2008 von Sturm Graz an die Weser. Zunächst war er Ersatzmann hinter dem gesetzten Duo Per Mertesacker und Naldo, in der Saison 2010/11 wurde er - begünstigt durch Naldos lange Verletzungspause - zum Stammspieler. Die Entwicklungskurve des Innenverteidigers zeigt seitdem nach oben, auch wenn er in der laufenden Saison durch zwei Verletzungen in der Rückrunde zurückgeworfen wurde. Bislang absolvierte Prödl 71 Bundesliga-Partien für Werder, in denen er vier Tore erzielte.
Prödl ist nach Kapitän Clemens Fritzder zweite Werder-Profi, der sich mit dem Verein auf eine weitere Zusammenarbeit einigen konnte. Tim Wiese hatte sich Anfang April gegen Bremen entschieden, mit Tim Borowski und Leon Balogun plant der Verein nicht mehr. Die Zukunft von Claudio Pizarro, Markus Rosenberg, Sebastian Boenisch und einigen weiteren Profisist noch offen. In Marko Marin hat Werder zudem einen weiteren Stammspieler an den FC Chelsea verkauft. (bb)




















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