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Werder Bremen Prödl hat jetzt beste Karten auf Stammplatz

Werders Abwehrspieler Sebastian Prödl
Werders Abwehrspieler Sebastian Prödl

"Das macht den Konkurrenzkampf nicht entspannter – aber um einen Konkurrenten ärmer", sagt Prödl und macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen: "Dadurch steigen die Chancen, den Platz einzunehmen." Prödl ist bereits in seinem fünften Jahr bei Werder. Seinen Erstlingsvertrag, der in diesem Sommer auslief, hatte Werder im Mai verlängert, um drei Jahre. Das war einerseits ein Vertrauensbeweis für den Österreicher. Und andererseits: eine Forderung.

"Er kann eine Führungsrolle übernehmen", hat Klaus Allofs in Zell am Ziller festgestellt und damit seine Erwartungshaltung formuliert. Natürlich weiß Allofs um das Pech, das den 25-Jährigen durch seine bisherige Karriere verfolgt hat. Da war die schwere Muskelverletzung am Gesäß, die Prödl 2011 für fünf Monate schachmatt setzte. Und dann war da im vergangenen Januar der heftige Tritt des Kaiserslauterners Dorge Kouemaha in Prödls Gesicht. Trotzdem, es muss mehr kommen, findet Allofs: "Basti ist noch nicht an seine Grenzen gestoßen."

Für Prödl spricht die Erfahrung

Der Naldo-Transfer macht es dem Österreicher nun leichter, den Vertrauensvorschuss zurückzuzahlen. Während Sokratis bei der Vergabe der beiden Innenverteidigerpositionen als gesetzt gelten darf, wird sich Prödl mit Assani Lukimya messen müssen. Und da hat er bessere Karten: Für Prödl spricht vor allem die Erfahrung aus bisher 72 Bundesligaspielen für Werder. Dazu hinterließ er im laufenden Trainingslager im direkten Vergleich mit dem Neuzugang aus Düsseldorf den besseren Eindruck. Lukimya, dessen Vita bislang sieben Erstligaspiele für Hansa Rostock in der Saison 2008/09 und 69 Zweitliga-Spiele ausweist, wird aufholen müssen.

Praktisch außer Konkurrenz steht François Affolter. So ist trotz des Naldo-Abschieds weiterhin fraglich, ob der 21-Jährige seinen Vertrag in Bremen noch erfüllen darf. Affolter, den Werder noch bis Jahresende von den Young Boys Bern ausgeliehen hat, verpasst durch seine Olympia-Teilnahme große Teile der Bremer Saisonvorbereitung. "Stand heute", sagt Allofs zu dieser Personalie, "würden wir ihn nach dem Ende der Ausleihe nicht verpflichten." (wat)



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Leserkommentare
tommi24 am 20.06.2013 10:46
Siehe z. B. Siemens-Hochhaus und es waren noch nicht einmal die Genossen...
GER am 20.06.2013 09:27
Wieder nichts Halbes und nichts Ganzes! Warum soll die Urne mit der Asche eines verstorbenen Menschen nur für zwei Jahre im Besitz von ...
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