
Tja, wie macht man das? "Wir werden die Spieler mehr in die Pflicht nehmen", sagt Schaaf, "wir werden deutlichere Vorgaben machen. Zum Beispiel was die Ansage angeht, einem verloren gegangenen Ball hinterherzugehen und nicht einfach stehen zu bleiben. In diesem Punkt, den Bundestrainer Joachim Löw gerne mal "Handlungsschnelligkeit" nennt, hat Werder gegenüber der Konkurrenz in den letzten Jahren mächtig an Boden verloren.
Beim In-die-Pflicht-Nehmen fing Schaaf gleich in seinem Bilanzgespräch mit der Presse an. Er nahm den Innenverteidiger Naldo in die Pflicht. Naldo kokettiert seit Monaten mit einem Vereinswechsel, trotz Vertrages bis 2013. "Ich erwarte bei ihm ein klares Bekenntnis." Und wenn das Bekenntnis ein Nein zu Werder sei, dann müsse er das "auch klar sagen". In dem Fall müsse er einen Verein bringen, der eine akzeptable Ablöse bieten könne und dann müsse man das entscheiden.
Die neue Saison muss aber nicht nur mit neuem Tatendrang, sondern auch mit neuem Personal ausgefüllt werden. Traditionell äußert sich Schaaf da nur sehr vage. Dass nach dem Abgang von Wiese und Pizarro/Rosenberg ein Torwart und ein Stürmer kommen, oder zwei, ist unstrittig. Dass nach Yann-Benjamin Kugels Weggang ein neuer Fitnesstrainer geholt wird, ebenso. Dass Marko Marins Wechsel einen neuen Kreativ-Spieler erforderlich macht, sei nicht so zwingend. Erst mal seien mit Hunt, Ekici und Junuzovic immer noch genug Kreative da. "Wichtiger ist, wie sie miteinander umgehen", sagt Schaaf. Ein weiterer Mann fürs Mittelfeld werde aber wahrscheinlich dennoch verpflichtet. (odo)




















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