
Was Schaaf-raus-Plakate, um nicht zu sagen: die Schaaf-raus-Stimmung (emotional) anbelangt, könne jeder seine Meinung haben, kein Problem. Natürlich hätte er auch lieber Schaaf-bleib-Plakate, aber das sei nicht wirklich sein Thema. Sein Thema ist der sachliche Aspekt. Sachlich gesehen sei er ein Teil des Ganzen, und damit selbstverständlich auch beteiligt an der schlechtesten Rückrunde aller Zeiten. Sie kam in seiner Rückschau so zustande, weil in der Winterpause erst entscheidende Figuren seines Ensembles ausfielen wie Hunt und Naldo, es dann im ersten Spiel so eine verheerende Fehlentscheidung plus den Ausfall des Innenverteidigers Sebastian Prödl gab, dann zwar die Defensive halbwegs funktionierte, nicht aber die Offensive, und zum Schluss zu wenig Glaube zu erkennen war, es noch zu schaffen.
"Der Laufaufwand war zwar groß, aber bei Ballbesitz haben wir zu wenig daraus gemacht." Dieses Defizit landete ebenso auf Schaafs Minusliste wie die Standardsituationen. Die Plusliste: die Hinrunde, die besser als erwartet gelaufen sei, und die jungen Spieler. "Sie sind die großen Gewinner der Saison", sagte Schaaf.
Der Vorwurf, er würde immer nur mit dem einen System agieren, dem der Raute im Mittelfeld, mochte er so nicht gelten lassen. Er würde am liebsten mit x Varianten spielen. Die Raute hätte aber mehr Erfolge gebracht als andere Versuche. Die Frage, ob er noch genug Leidenschaft aufbringen könne für den Job, führte zu einer Gegenfrage. "Fragen Sie mal den vierten Schiedsrichter am Spielfeldrand, wie leidenschaftlich ich bin", empfahl Schaaf. (odo)





















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