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Suche nach neuem Hauptsponsor Werder hat kein Veto-Recht

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Werder Bremens Neuzugänge haben am 5. Juli mit den neuen Trikots posiert.
Werder Bremens Neuzugänge haben am 5. Juli mit den neuen Trikots posiert.

Die gute Nachricht trägt die Farbe schwarz. Schwarz sind sie, die Auswärtstrikots von Werder, und sie sind der Renner im Bremer Fanartikelverkauf. "Ausverkauft", stellte Marketing-Geschäftsführer Klaus Filbry am Freitag fest, sei das Hemd. Auch das führt zu einem Verkaufsrekord – viermal so viele Trikots wie vor einem Jahr hat Werder aktuell abgesetzt. Die Sache mit der Wertschätzung der Oberbekleidung hat nur einen Haken, und das ist die weiterhin weniger gute Nachricht: Die Brust ist immer noch blank.

"Das ist keine gute Situation, da müssen wir nicht drumherum reden", stellte Filbry gestern Nachmittag in Zell am Ziller fest. Mit zwei, drei Unternehmen führe die Vermarktungsagentur Infront zurzeit "intensive Gespräche", sieben weitere potenzielle Werbepartner "haben die Unterlagen vorliegen". Bis zum Saisonbeginn soll eine Entscheidung gefallen sein.

Interessant: Infront verhandelt nicht nur, sondern hat auch die Entscheidungsgewalt, wer am Ende den Zuschlag bekommt. In der Vergangenheit war immer wieder von einem Bremer Veto-Recht die Rede gewesen. So aber hätte die Ablehnung eines Infront-Kandidaten Folgen für Werder: "Wenn wir ablehnen, würden wir ins Risiko gehen." Momentan ist die Situation für die Grün-Weißen noch komfortabel. Bis ein neuer Hauptsponsor gefunden ist, muss Infront zahlen.

Wenn schon nicht an der Spitze der Sponsorenpyramide, so macht Werder zumindest im Unterbau weitere Fortschritte. Mit dem Sportwettenanbieter Tipico hat der Klub einen neuen Top-Sponsor bekommen. In diesem Segment zahlen Geldgeber jährlich etwa eine Million Euro, das Engagement mit Tipico ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Die gesamten Sponsoringeinnahmen, unabhängig vom Hauptsponsor, seien damit binnen Jahresfrist um drei Millionen Euro gestiegen.

Allerdings ist die Zusammenarbeit mit privaten Wettanbietern grundsätzlich juristisch heikel. Werder machte diese Erfahrung mit seinem früheren Hauptsponsor "bwin". Sorgen, dass es zu ähnlichen Problemen kommt, hat Filbry nicht: Es gebe zwar weiterhin eine "juristisch nicht vorhandene Klarheit", allerdings "sind wir der Meinung, dass wir uns auf einem einigermaßen sicheren Terrain bewegen".



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Leserkommentare
onkelhenry am 24.05.2013 12:25
Irgendwie steckt in diesen Aussagen (möglicherweise nur aus dem Zusammenhang gerissen) die eindeutige Informationen, dass alle gesehen haben, was ...
Netzorath am 24.05.2013 11:33
Was der erste Assistent des ehemaligen Cheftrainers erzählt, macht noch einmal anschaulich, wieso Werder in den letzten Jahren aus den ersten Drei ...
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