
Perfekt war der Transfer erst Donnerstagmittag. Denn selbst, als am Vormittag die Meldung vom bestandenen Medizin-Check über die Nachrichtenagenturen lief, herrschte noch keine endgültige Klarheit. Es fehlten noch Unterschriften, erklärte Werder-Chef Klaus Allofs – unter anderem die von Naldo unter dem Auflösungsvertrag mit Werder. Erst knapp vier Stunden später war der letzte Papierkram vom Tisch – und der Brasilianer nach sieben Jahren in Bremen ein Wolfsburger.
Werder als abgebender Verein ist dabei den Wolfsburgern entgegengekommen. "An der Sache hat sich nichts verändert, aber wir gehen mehr ins Risiko", sagte Allofs gestern um kurz vor zwei im Bremer Mannschaftshotel. Er deutete dabei an, dass Werder eine Art Gewährleistung für die künftige Bundesliga-Tauglichkeit seines ehemaligen Innenverteidigers übernimmt. Wie die genau aussieht und welche Auswirkungen sie möglicherweise auf die Zahlungsmodalitäten der Ablösesumme von knapp fünf Millionen Euro haben könnte – es blieb Spekulation. Allerdings betonte Allofs: "Wir haben keinen kranken Spieler verkauft." Er gehe davon aus, dass Naldo in den nächsten Jahren seine volle Leistung bringen könne.
Am frühen Nachmittag konnte am Donnerstag dann auch Felix Magath den Wechsel offiziell verkünden, nachdem er am Mittwochmittag noch allein zur Pressekonferenz gekommen war. Dieses Mal nun kam Naldo mit. Das Knie, versicherte er, ist in Ordnung, seine Ziele sind groß. Denn er will wieder dorthin zurück, wo er mit Werder jahrelang war: in die Champions League. "Da ist Wolfsburg der richtige Verein", sagte Naldo. Und er für seinen neuen Trainer der richtige Spieler. "Ich bin glücklich, dass wir so einen außergewöhnlichen Innenverteidiger gewinnen konnten", sagte Felix Magath.
Er konnte es sagen, weil der Wolfsburger Mannschaftsarzt mit den Ergebnissen verschiedener Funktionstests bei der Nachuntersuchung "sehr zufrieden" (Magath) war. Der zweite Check war notwendig geworden, weil bei der obligatorischen sportärztlichen Untersuchung tags zuvor eine Knieschwellung bei Naldo festgestellt worden war – und Magath Bedenken angesichts der "Verletzungsprobleme des Spielers in der letzten Saison" hatte (wir berichteten). Daraufhin wurde noch eine Kernspintomografie vorgenommen, die Aufschluss über den tatsächlichen Gesundheitszustand des Neuzugangs geben sollte. Magath wollte auf Nummer sicher gehen, dass Naldo auch tatsächlich auf lange Sicht "in der Lage ist, Fußball auf höchstem Niveau zu spielen".






















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