Wetter: wolkig, 11 bis 22 °C
Faszinierende Sandskulpturen
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Vom Sandhaufen zum Kunstwerk

18.06.2018
(Kultur Nord)

Carver heißen die Sandskulpteure, also die Künstler.

Ausgangsmaterialien einer Sandskulptur sind Sand und Wasser.

Vibrationsstampfer verdichten Sand und Wasser in Holzverschalungen – dies wird als Compacting bezeichnet.

(Kultur Nord)

Nach der Trocknung werden die Verschalungen entfernt und es zeigen sich Sandquader, die eine steinähnliche Konsistenz haben und nun bearbeitet werden können.

Als Werkzeuge dienen Maurerkellen, Skalpelle und sogar Pferde­bürsten. Ein wichtiges Utensil ist auch der Strohhalm: Mit ihm werden Sandkörner weggeblasen.

Bis zum Richtfest arbeiten Carver, genau wie Bildhauer, von oben nach unten – der „Touch-Ground“ markiert das Richtfest. Die Skulptur ist dann bis auf wenige Details fertig.

(Kultur Nord)

Nach Vollendung der Skulpturen wird die Oberfläche mit einer Wasser-Leim-Lösung fixiert, um sie dauerhaft vor Regen und Wind zu schützen.

Zahlen, Daten, Fakten

Sandmenge: Allein für die Hauptskulptur werden mehr als 500 Tonnen Sand benötigt – insgesamt werden 1050 Tonnen Sand in den Skulpturen verbaut.

(Kultur Nord)

Sandart: Die Auswahl des richtigen Sandes ist eine Wissenschaft für sich: Die chemische Zusammensetzung, das Profil der Körner, die Farbe und die Reinheit sind wichtige Faktoren.

Ursprung: Sandskulpturen als Kunstform haben ihren Ursprung in den USA, wo zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wettkämpfe veranstaltet wurden.

Ausmaße: Die Hauptskulptur ist mit acht bis zehn Metern Höhe das größte Kunstwerk. Die anderen Skulpturen erreichen eine Höhe von drei bis fünf Metern.

Regen zerstört die Skulpturen zum Glück nicht – im Gegenteil. Die Sandskulpturen profitieren von der Feuchtigkeit. Die Erosion – das Abtragen des Sandes durch Wind – kann dann nicht so schnell einsetzen. Ein heftiger Platzregen könnte allerdings Muster auf den glatten Flächen hinterlassen.

Haltbarkeit: Draußen halten Sandskulpturen mindestens sechs bis zwölf Wochen. Bei günstigen Bedingungen überstehen sie auch einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr. Werden sie in Innenräumen gebaut, können sie sogar viele Jahre halten.

Organisator der märchenhaften Sandskulpturen-Ausstellung ist Uwe Schwettmann (Kultur Nord).
Organisator der märchenhaften Sandskulpturen-Ausstellung ist Uwe Schwettmann (Kultur Nord). (Carsten Hokema)

Organisator der märchenhaften Sandskulpturen-Ausstellung ist Uwe Schwettmann (Kultur Nord), der seit nunmehr zwölf Jahren an der Organisation verschiedener internationaler Sandskulpturen-Festivals mitwirkt. Allen voran das ­„Sandsation Berlin“, das acht Jahre lang in Folge an die 100 000 Besucher pro Sommer in ihren Bann zog.

Kultur Nord konzeptioniert und organisiert seit 1998 weltweit kulturelle Projekte in den Bereichen Performing Arts, Entertainment und Outdoorevents – und realisiert unter anderem seit mehreren Jahren das beliebte Drachenfest an der Waterfront.


Journal Waterfront
In unserem Journal zum 10. Geburtstag der Waterfront Bremen finden Sie Informationen zu allen Events, einen Blick hinter die Kulissen sowie tolle Rabattcoupons.