"Bremen macht Helden"

100.000 Euro für die Jugend

Jedes Jahr fördert die Sparkasse Bremen beim Wettbewerb „Bremen macht Helden“ Projekte für die Jugend mit 100.000 Euro. Dieses Jahr feiert der Wettbewerb seinen zehnten Geburtstag.
18.03.2019, 21:41
Lesedauer: 4 Min
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Von Jean-Pierre Fellmer

„Bremen macht Helden“ heißt der Wettbewerb, bei dem die Sparkasse Bremen jährlich viele Projekte für Kinder und Jugendliche fördert: Im Jubiläumsjahr hatten sich knapp 150 Projekte aus fünf unterschiedlichen Kategorien beworben, 104 Projekte haben gewonnen. Wir stellen fünf Projekte vor.

Bildung und Wissenschaft

Wie verhalten sich Dinge in der Schwerelosigkeit? Das erforschen Schüler bei dem Projekt „Drop Tower Project for School Students“ (Drops). Das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (Zarm) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bieten jungen Forschern zum fünften Mal die Gelegenheit, eigene Experimente im „Space Tower“ des sogenannten DLR-School-Lab und später im großen Fallturm an der Universität fliegen zu lassen. Ingenieure und Wissenschaftler begleiten die Schüler dabei und helfen beim Bau und der technischen Umsetzung der Projekte. Mehr Infos unter www.zarm.uni-bremen.de

Sport

Stelzenlaufen, Jonglieren, Boule oder Schach – der Spieltreff im Bürgerpark hat sich dem Spaß verschrieben. Ab dem Muttertag im Mai treffen sich jeden Dienstag- und Donnerstagnachmittag Kinder mit oder ohne Behinderungen, Familien und Spielfreudige jedes Alters auf der Wiese am Marcusbrunnen. Drei erfahrene Spielleiter, die auch auf die Ideen der Besucher eingehen, sind für jeden Termin vor Ort. Der Verein schafft außerdem jedes Jahr neue Spielgeräte an, damit der Treff abwechslungsreich bleibt. Träger des Spieltreffs Bürgerpark sind der Bremer Turnverband in Kooperation mit dem Bürgerparkverein und der Sparkasse Bremen. Mehr Infos unter www.bremer-turnverband.de/spieltreff-bürgerpark

Umwelt

Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Beim nächsten Besuch im Imbiss in der Mittagspause die Tupperdose mitnehmen und Verpackungsmüll vermeiden – das ist die Idee des Projekts „Packbuddy“. „Leider sind die Gewohnheiten bei den meisten Menschen ziemlich stark in den Köpfen verankert“, sagt Yamuna Peters, Mitgründerin des Projekts. Sie will deshalb früher ansetzen: In Workshops klärt sie Jugendliche im Alter von zwölf bis 21 Jahren zum Thema Müll auf: „Ein Schwerpunkt sind praktische Tipps, die die Jugendlichen selbst umsetzen können.“ Außerdem sollen im Projekt die Auswirkungen unterschiedlicher Materialien wie etwa Mikroplastik auf den Körper erforscht werden. Ab April gibt es die ersten Workshops. Mehr Infos unter www.packbuddy.de

Soziales

Die Körperwahrnehmung verbessern durch den Kontakt zum Pferd – das ist die Idee des Vereins Epsymo aus Bremen-Nord. Der Elternverein will mit dem Projekt „Stark wie Pippi“ die psychomotorische Entwicklung von drei bis zwölf Jahre alten Kindern fördern, die Behinderungen oder Störungen der Sprache, Wahrnehmung oder Bewegung haben. „Das ist kein Reitworkshop“, sagt Maren Maetze, Leiterin des Vereins. „Die Kinder pflegen das Tier und übernehmen Verantwortung.“ Der Verein hat das Projekt vergangenes Jahr zum ersten Mal realisiert und dafür mit einem Reiterhof in Blumenthal zusammengearbeitet. Auch 2019 soll das Ferienprojekt dort wieder stattfinden. „Weil viele Kinder ein Handicap haben, sind bei dem Projekt viele Begleiter notwendig“, sagt Vereinsleiterin Maetze. Mehr Infos unter im Internet unter www.epsymo.de

Kunst und Kultur: „Wir gehen überall dahin, wo es brennt“, sagt Daniel Magel, Projektleiter von Hood Training. Damit meint er Stadtteile mit Entwicklungsbedarf, wo es Kindern und Jugendlichen an Perspektiven fehlt. Beim Projekt Hood Training machen die Teilnehmer Fitnessübungen mit dem eigenen Körpergewicht. Für Sonnabend, 4. Mai, ist im Kulturzentrum Schlachthof ein sogenannter Street Jam geplant: Neben den sportlichen Workshops bietet Hood Training auch Lehrgänge zu Breakdance, Poetry-Slam, Rap und Graffiti an. Die Macher von Hood Training wollen den Jugendlichen mit dem Street Jam zeigen, dass ihre Kultur einen Platz in der Gesellschaft hat und respektiert wird. Dabei sollen außerdem Menschen unterschiedlicher Herkunft und Jugendliche zusammengebracht werden. Mehr Infos unter www.hoodtraining.de

Info

Zur Sache

Feierstunde mit 200 Gästen

Bei der Feierstunde im Finanzcen­trum Am Brill hat die Sparkasse nicht nur den diesjährigen Siegern gratuliert, sondern auch den Geburtstag ihres Wettbewerbs gefeiert: In zehn Jahren förderte sie knapp 800 Projekte mit insgesamt einer Million Euro. Sparkassenvorstand Thomas Fürst erklärte, was die Jugendförderung für die Bank bedeutet: „Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist eine vordringliche gesellschaftliche Aufgabe, die der Sparkasse Bremen seit Langem am Herzen liegt.“ Mehrere Siegerprojekte haben sich am Montag den etwa 200 Gästen vorgestellt. Beispielsweise das Projekt Hood Training. Ein Projektteilnehmer zeigte in der Kundenhalle, was sich mit regelmäßigem Training erreichen lässt: Der durchtrainierte, junge Mann führte dem staunenden Publikum akrobatische Variationen und maximale Körperbeherrschung mit Liegestützen vor. Auch die Hip-Hop-Gruppe des Bürgerhauses Oslebshausen zeigte ihr Können und tanzte eine einstudierte Choreografie. Zum Abschluss spielten zwei junge Musiker im Duett das Thema des Films „Fluch der Karibik“ auf ihren Violinen. Thomas Fürst hat außerdem ein neues Projekt vorgestellt: „Lütte Superhelden“. Die Sparkasse sucht elf Kinder, die die Spieler Werder Bremens im Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig am 18. Mai ins Weserstadion führen. Dafür können sich Kinder zwischen sechs und zehn Jahren bis zum 25. April bewerben. Sie sollen etwas Besonderes geleistet haben, eine schwere Krankheit überstanden haben oder besonders hilfsbereit sein. Mehr Infos und das Teilnahmeformular gibt es im Internet unter blog.sparkasse-bremen.de

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