Messe Bremen

100 Unternehmen präsentieren sich auf der Jobmesse Bremen

Am 17. und 18. November präsentieren sich 100 Aussteller auf der Jobmesse in Bremen. Die Unternehmen setzen auf den direkten Kontakt mit den Bewerbern.
17.11.2018, 18:31
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Kornelia Hattermann
100 Unternehmen präsentieren sich auf der Jobmesse Bremen

Werkstattleiter Nicolai Prüß von Becomix aus Stuhr (rechts) erklärt Yannick Bülter, wie die Mischanlage funktioniert.

Christina Kuhaupt

Mit einem einfachen Sandkasten, auf den eine Kamera mit Beamer eine bunte Landschaft wirft, die mit einem Schäufelchen im Sand und Handbewegungen in der Luft gestaltet werden kann, wirbt die Firma Conblu für sich. „Das ist im Prinzip eine Metapher dafür, was wir machen“, erklärt der Personaler Christoph Panschar: „Analoge Dienstleistungen in die digitale Welt übertragen.“ Ein Hingucker auf der Jobmesse in Halle 4 der Messe Bremen ist es allemal.

„Die Firmen geben sich Mühe, einen tollen Auftritt zu zeigen, damit die Besucher einen guten Eindruck vom Unternehmen bekommen“, stellt Projektleiter Martin Kylvag vom Veranstalter Barlag fest, der die Jobmesse zum 13. Mal organisiert hat. Angesichts des Fachkräftemangels „verstehen die Firmen, dass sie etwas tun müssen“.

Lesen Sie auch

So wie Conblu, das Unternehmen, das mit 23 Beschäftigten in der Überseestadt ansässig ist und als Dienstleister für Kooperationspartner Online-Marketing und Web-Entwicklung anbietet. Sich als Marke bekannt machen und Mitarbeitergewinnung nennt Christoph Panschar als Ziele des Messeauftritts. Interessierte müssten kein bestimmtes Studium wie Anwenderentwicklung mitbringen, „es geht um Leidenschaft für die Branche und den Willen, sich auf dem neusten Stand zu halten“, wirbt Panschar selbst mit Leidenschaft.

Jobmesse Bremen

Christoph Panschar, Personaler der Firma Conblu, am werbewirksamen "Sandkasten".

Foto: Christina Kuhaupt

Zahl der Aussteller steigt

Von A wie Aldi bis Z wie Zoll findet sich ein wilder Branchenmix mit 100 Ausstellern auf der Jobmesse. Das sind noch einmal 20 mehr als im Vorjahr. Leon Lengert (16) aus Bremen-Nord ist am Sonnabend mit seinen Eltern unterwegs, um sich frühzeitig vor dem Abitur, das 2020 ansteht, zu informieren. Der Bereich Elektrotechnik interessiere ihn, ohne dass er genau wisse, was er später machen wolle. „Wenn die jungen Leute von Firmen hören, welche Voraussetzungen erforderlich sind, bringt das mehr“, sagt seine Mutter Heidi Lengert, die einen guten ersten Eindruck vom Messe-Aufbau hat.

Während die einen sich in viele Richtungen umschauen, haben andere ganz konkrete Ziele. Der 25-jährige Yannick Bülter beendet demnächst sein Informatikstudium und sucht ein betreutes Masterstudium. Spontan, ohne Lebenslauf dabei, sei er gekommen, und habe schon ein interessantes Gespräch geführt. „Der Themenbereich Informatik ist so groß, da muss man erst mal finden, was man machen möchte.“ Tobias Osmers (25) weiß bereits, dass ihn der IT-Sicherheitsbereich interessiert. Beide Studenten haben sich zuvor auch beim Job-IT-Tag in Hannover informiert, nutzen die Jobmesse jetzt für einen weiteren Überblick.

Lesen Sie auch

Das „gute Konzept“ hat die Firma Block mit Sitz in Verden bewogen, erstmals an der Jobmesse teilzunehmen, wie Tobias Kirschke erklärt, seit knapp einem Jahr Personalchef. Das Familienunternehmen Block Transformatoren-Elektronik GmbH beschäftigt 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verden, weltweit sind es 1200. „Aus- und Weiterbildung werden immer wichtiger für uns“, betont Tobias Kirschke. Elektroniker, Kaufleute, Mechatroniker, Produktdesigner sind nur einige Berufe, für die Block eine Ausbildung anbietet, auch ein duales Studium ist möglich. Vor allem fehle es an Auszubildenden zur Fachkraft für Lagerlogistik. Erforderliche Voraussetzungen: „Einsatz und Lernbereitschaft“, so Kirschke.

Für eine Ausbildung in seinem Unternehmen wirbt auch Becomix zum ersten Mal auf der Jobmesse. Das mittelständische Unternehmen für Maschinenbau mit 150 Beschäftigten in Stuhr hat bisher auf klassischen Wegen nach Azubis gesucht, die alle zwei Jahre eingestellt wurden. Jetzt wolle man jährlich ausbilden, sagt Werkstattleiter Nicolai Prüß. Schlüsselfertige Mischanlagen für die Kosmetikindustrie stellt die Firma her, von der kleinen Labormaschine mit 2,5 Litern bis zur 10 000-Liter-Größe. Ein Exemplar glänzt am Messestand, an dem Prüß und Kollegen alles Wissenswerte erklären.

Und es gibt noch vieles mehr auf der Jobmesse: Wer beispielsweise seinen Kindheitstraum vom Lokführer wahr machen möchte, kann sich bei der Deutschen Bahn oder bei Ronald Schmidt von der Firma Railconzept informieren.

Weitere Informationen

Die Jobmesse Bremen in der Messehalle 4 ist an diesem Sonntag, 18. November, von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: drei Euro, ermäßigt zwei.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+