Kundgebung gegen Faschismus

1000 Bremer demonstrieren gegen rechte Gewalt

Rund tausend Menschen demonstrieren im Bremer Viertel gegen Faschismus. Die Kundgebung war nach dem Brand des Jugendzentrums Friese geplant worden, richtet sich aber auch gegen den Anschlag von Hanau.
20.02.2020, 18:10
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Von Pascal Faltermann Jan-Felix Jasch
1000 Bremer demonstrieren gegen rechte Gewalt

Die Demonstration zog durch das Bremer Viertel.

Pascal Faltermann

Am Donnerstag demonstrierten mehr als 1000 Menschen im Bremer Viertel gegen Faschismus und Fremdenfeindlichkeit. Der Veranstalter sprach von mehr als 2000 Teilnehmern. Die Kundgebung war ursprünglich wegen des möglichen Brandanschlags auf das Jugendzentrum Friese geplant. Unter dem Titel „Rechten Terror stoppen! Antifaschistische Selbsthilfe organisieren“ hatten das Bündnis „Solidarity City Bremen“ und andere Gruppen zu dem Protest aufgerufen. Die Demonstration richtete sich aber auch gegen den rassistischen Anschlag von Hanau und einem mutmaßlich fremdenfeindlich motivierten Anschlag auf ein Syker Restaurant.

Die Polizei spricht von einem weitgehend friedlichen Verlauf der Demonstration. Nachdem sich für den nicht angemeldeten Protestzug ein Verantwortlicher bei den Beamten als Versammlungsleiter gemeldet hatte, setzten sich die Menschen in Bewegung. Durch das Bremer Viertel zogen die Demonstranten in Richtung Bremer Marktplatz.

Die Polizei spricht von rund 100 vermummten Personen an der Spitze des Zuges. Gegen sie werde eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet, so Polizeisprecher Nils Matthiesen. Zudem habe es Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz gegeben, weil Demonstranten Pyrotechnik zündeten und Beamte seien mit Schmähgesängen beleidigt worden.

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