Mehr Fertigstellungen als gemeldet 1100 Wohnungen gebaut

Bremen. 14000 zusätzliche Wohnungen bis 2020 – mit dieser Zielzahl hat sich Bremen einiges vorgenommen. Und ist – beispielsweise von der Arbeitsgemeinschaft Freier Wohnbau – häufig kritisiert worden. Jetzt hält das Bau-Ressort dagegen.
24.05.2013, 05:00
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Von Fis

Bremen. 14000 zusätzliche Wohnungen bis 2020 – mit dieser Zielzahl hat sich Bremen einiges vorgenommen. Und ist – beispielsweise von der Arbeitsgemeinschaft Freier Wohnbau – häufig kritisiert worden, die hohe Zahl sei auf Basis der in den Vorjahren erteilten Baugenehmigungen gar nicht mehr zu erreichen. Jetzt hält das Ressort von Bau- und Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) dagegen. Für die Jahre 2008 bis 2012 hat demnach das Statistische Landesamt eine Durchschnittszahl von 1100 fertiggestellten Wohneinheiten pro Jahr ermittelt. Das teilt Brigitte Köhnlein, Sprecherin des Bauressorts, mit.

Bislang sei man von 600 bis 700 Wohneinheiten pro Jahr ausgegangen. Doch die Behörde, so deren Sprecherin, habe sich gewundert, dass die Diskrepanz zwischen erteilten Baugenehmigungen – immerhin 1400 in 2011 und in 2012 – und gemeldeten Fertigstellungen so hoch gewesen sei. Beim Statistischen Landesamt seien für die Jahre nämlich nur jeweils 656 fertiggestellte Wohnungen gemeldet worden. Um den Widerspruch aufzulösen, hat das Bauressort nach eigener Darstellung "detektivisch gearbeitet", Einwohnermeldeamt und Geoinformation eingebunden. Das Ergebnis: bereinigte Zahlen. "In der aktuellen Statistik des Landesamtes werden die so ermittelten nachträglich gemeldeten Wohnungen alle dem Jahr 2012 zugeschlagen", erläutert Köhnlein. Das sind 3175, aus denen der Durchschnitt für die Jahre 2008 bis 2012 ermittelt worden ist.

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