Vergewaltigung und Schlägereien 160 Polizeieinsätze in der Nacht zu Samstag

Die Polizei war in der Nacht zu Samstag im Dauereinsatz, unter anderem soll es auch eine Vergewaltigung gegeben haben.
04.09.2021, 14:15
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160 Polizeieinsätze in der Nacht zu Samstag
Von Jean-Pierre Fellmer

Die Polizei Bremen ist in der Nacht von Freitag auf Samstag zu 160 Einsätzen vor allem wegen feiernder Jugendlicher ausgerückt. Wie die Polizei mitteilte, hat es in der Zeit von 21 bis 5 Uhr viele Körperverletzungen, Raubtaten und zwei Sexualdelikte gegeben, überwiegend am Osterdeich, am Werdersee und im Viertel.

Einsatzschwerpunkt sei ab Mitternacht der Werdersee gewesen, wo sich rund 350 junge Erwachsene und Jugendliche aufhielten. Viele von ihnen seien stark betrunken gewesen. Die Polizei richtete eine mobile Wache am Kuhhirtenweg/Deichschartweg ein.

In der Nacht soll es auch zu zwei Sexualstraftaten gekommen sein. Um etwa 0.30 Uhr soll eine Jugendliche am Werdersee in einem Stichweg zwischen Huckelrieder Weg und Schülerbootshaus vergewaltigt worden sein. Den Täter soll die junge Frau zuvor am Werdersee getroffen haben, er flüchtete nach der Tat. Die Polizei beschreibt ihn als pummelig, mit braunen Augen und kurz rasierten blonden Haaren, er trug schwarze Kleidung und schwarz-weiße Schuhe.

Eine Jugendliche wurde gegen 23.30 Uhr in der Nähe des Werderseestrandes von einer Gruppe von bis zu sieben jungen Männern bedrängt, einer soll sie dabei "unterhalb der Kleidung" berührt haben, heißt es in der Polizeimitteilung. Die Männer haben sie geschlagen und getreten, als sie sich wehrte. Die Täter flüchteten anschließend.

Die Lage soll sich ab 2 Uhr am Werdersee beruhigt haben, gleichzeitig sollen mehr Menschen ins Viertel gekommen sein. Mehrfach habe es Körperverletzungen gegeben haben. Um etwa 2.45 Uhr schlugen sich rund 20 Menschen an der Sielwallkreuzung und bewarfen sich mit Flaschen. Einer der Prügelnden soll einem anderen mit einer Glasflasche auf den Kopf geschlagen haben. Passanten traten der Polizei gegenüber laut Bericht "abweisend und provokant" auf, Anwohner hätten die Fenster geöffnet und "polizeikritische Musik" abgespielt.

Die Polizei nimmt Hinweise zu den Sexualstraftaten unter 04 21/362 38 88 entgegen. Mögliche weitere Opfer werden gebeten, sich zu melden.

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