Landkreis Wesermarsch beteiligt sich an Erhalt des Denkmals Eckwarderhörne

20 000 Euro für das Leuchtfeuer

Das Oberfeuer Eckwarderhörne soll erhalten bleiben. Das sehen auch die Politiker der Wesermarsch so. Nachdem das Jade-Fahrwasser für den Verkehr zum Jade-Weser-Port nach Westen verlegt wurde, sollte das ausgediente Leuchtfeuer eigentlich abgerissen werden. Eine Stiftung setzt sich jedoch dafür ein, den 45 Meter hohen Turm als Wahrzeichen zu erhalten. In diese Stiftung zahlt der Kreis jetzt 20000 Euro ein.VON GEORG JAUKEN
20.12.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Georg Jauken

Das Oberfeuer Eckwarderhörne soll erhalten bleiben. Das sehen auch die Politiker der Wesermarsch so. Nachdem das Jade-Fahrwasser für den Verkehr zum Jade-Weser-Port nach Westen verlegt wurde, sollte das ausgediente Leuchtfeuer eigentlich abgerissen werden. Eine Stiftung setzt sich jedoch dafür ein, den 45 Meter hohen Turm als Wahrzeichen zu erhalten. In diese Stiftung zahlt der Kreis jetzt 20000 Euro ein.VON GEORG JAUKEN

Wesermarsch·Butjadingen. Der Kreis beteiligt sich mit 20000 Euro am Kapital einer Stiftung, die das Oberfeuer Eckwarderhörne erhalten soll. Nachdem das Jade-Fahrwasser für den Verkehr zum Jade-Weser-Port nach Westen verlegt wurde, hat das alte Leuchtfeuer ausgedient. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wollte das Oberfeuer darum eigentlich abreißen.

Die Gemeinde Butjadingen, der Kreis und eine Bürgerinitiative setzten sich jedoch dafür ein, den 45 Meter hohen Turm als Wahrzeichen und touristischen Anziehungspunkt zu erhalten. Mit dem finanziellen Grundstock für die Stiftung sind sie diesem Ziel nun ein großes Stück näher gekommen.

Der Lösungsvorschlag kommt aus dem Wirtschaftsministerium und sieht vor, dass sich die Stiftung um die Unterhaltung es mittlerweile denkmalgeschützten Turms kümmert. Die Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft steuert 100 000 Euro für einen Neuanstrich bei, um den (noch roten) Turm als Seezeichen unkenntlich zu machen. So viel hätte auch der Abriss gekostet. Der Rat von Butjadingen hatte Ende November bereits 5000 Euro für das Stiftungskapital zur Verfügung gestellt und zugleich weitergehende Verpflichtungen für die Gemeinde ausgeschlossen.

Diesem Beispiel sollte auch der Kreistag folgen, forderte Jürgen Sprickerhof von den Grünen. Die Eigentumsverhältnisse seien noch nicht geklärt und es sei zu befürchten, dass das Land der Stiftung das Leuchtfeuer eines Tages schenken könnte. Weil der Stiftung die Mittel fehlten, müsse der Kreis dann womöglich für die Folgekosten aufkommen.

Im übrigen werde jede "freiwillige" Ausgabe des Kreises von der Landesregierung kritisch beäugt, sie habe jedoch nichts dagegen, dass der Kreis die 20000 Euro in die Stiftung einzahle. Der Erste Kreisrat Hans Kemmeries wies im Namen der Verwaltung darauf hin, dass jede weitere Entscheidung der Zustimmung des Kreistages benötige. "Vor allem Schenkungen müssen angenommen werden."

Die Stiftung biete die Chance, den Turm zu erhalten, ergänzte Ernst Tannen (CDU). Sollte sie mal nicht mehr in der Lage sein, das Leuchtfeuer zu erhalten, falle der Turm an den Bund, dem das Grundstück gehöre.

Nachdem Sprickerhofs Antrag abgelehnt war, stimmte die breite Mehrheit für die Beteiligung an der Stiftung. Lediglich fünf von sechs Grünen-Abgeordneten enthielten sich.

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