Denkmalgeschütztes DGzRS-Schiff im Vegesacker Hafen soll wieder in alten Zustand versetzt werden 20 000 Euro für Seenotkreuzer „Bremen“

Vegesack (ajb). Dem Kulturforum „Speicher XI“ stehen 20 000 Euro für die Instandsetzung des Seenotkreuzers „Bremen“ ins Haus. Horst Helms und Marion Schoene von der Stiftung Denkmalschutz überbrachten jüngst Klaus Hübotter vom Kulturforum die gute Nachricht.
01.08.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Albrecht-Joachim Bahr

Dem Kulturforum „Speicher XI“ stehen 20 000 Euro für die Instandsetzung des Seenotkreuzers „Bremen“ ins Haus. Horst Helms und Marion Schoene von der Stiftung Denkmalschutz überbrachten jüngst Klaus Hübotter vom Kulturforum die gute Nachricht. Bei einer kleinen Feierrunde waren auch Bremens Landeskonservator Georg Skalecki und Bernd Wagner von Lotto Bremen anwesend. Die Förderung wird aus Mitteln der Glücksspirale ermöglicht.

Das Bremer Landesamt für Denkmalpflege hatte vergangenes Jahr die „Bremen“ als ersten Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unter Denkmalschutz gestellt. Das Boot wurde 1931 als Motorrettungsboot unter dem Namen „Konsul Kleyenstüber“ bei der Lürssen-Werft in Vegesack gebaut, wo es 1953 auch zum Versuchskreuzer „Bremen“ umgerüstet wurde.

Die „Bremen“ war der erste Seenotkreuzer, der mit einem Tochterboot ausgestattet war. Neu war auch ihre Fähigkeit zum selbsttätigen Wiederaufrichten nach einem Kentern. Bis 1965 war der Kreuzer im Einsatz. Danach kaufte ein Hamburger Bauunternehmer den Kreuzer, um ihn als Motorjacht zu nutzen.

Um die „Bremen“ für die Nachwelt zu erhalten, erwarb sie Klaus Hübotter Anfang vergangenen Jahres für das Bremer Hafenmuseum. Ihren jetzigen Liegeplatz hat sie im Vegesacker Hafen. Bis zum Jubiläum anlässlich des 150-jährigen Bestehens der DGzRS im Sommer kommenden Jahres soll die „Bremen“ wieder in den Zustand ihrer Zeit als aktiver Seenotkreuzer zurückgebaut werden.

Bislang sind alle Maschinenteile gewartet und die Innenausstattung gereinigt worden. Jetzt muss der Rumpf geprüft werden, um den Umfang weiterer notwendiger Sanierungsarbeiten einschätzen zu können. Es wird vermutet, dass das hölzerne Kielschwein (das innenliegende Gegenstück zum Kiel) marode ist.

Der Kreuzer „Bremen“ gehört zu den mehr als dreizehn Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mitteln der Lotto-Glücks-Spirale, allein in Bremen, fördern konnte.

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