Serientäter haben es auf Zigaretten und Münzen abgesehen 20 Automaten aufgesprengt

Bremen. Die Polizei fahndet nach den Tätern, die in den vergangenen Wochen insgesamt 20 Zigarettenautomaten mit selbst gebauten Sprengsätzen zerstört haben. Dann wurden jeweils Zigaretten und Münzgeld abgeräumt.
24.04.2010, 06:22
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Von Elke Gundel

Bremen. Die Polizei fahndet nach den Tätern, die in den vergangenen Wochen insgesamt 20 Zigarettenautomaten mit selbst gebauten Sprengsätzen zerstört haben. Dann wurden jeweils Zigaretten und Münzgeld abgeräumt. Nach Angaben der Polizei hat die Serie Anfang des Jahres begonnen; vor allem seit Mitte März häufen sich die Vorfälle. Die Täter suchen sich in der Regel Automaten aus, die etwas abseits liegen, und schlagen nach Mitternacht, zwischen 24 und 4 Uhr, zu.

Hauptsächlich lagen die Tatorte bisher im Bremer Süden. In einem Fall sind drei Automaten im Bereich Hemelingen/Arbergen aufgesprengt worden. Der Schaden, der durch diese Serie von Straftaten entstanden ist, ist der Polizei zufolge hoch. Die Automaten, sagt Polizeisprecher Ronald Walther, würden durch die Explosionen mehr oder weniger komplett zerstört.

Nun suchen die Ermittler nach Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können. Als Verdächtige kommen dabei laut Polizei unter anderem Menschen infrage, die auffällig viele Zigaretten beziehungsweise Geldmünzen besitzen. Ein Großteil der Zigarettenschachteln dürfte dabei laut Polizei leicht beschädigt sein; auf den Münzen sind aller Voraussicht nach Schmauchspuren und Verfärbungen zu sehen. Außerdem interessieren sich die Fahnder für Hinweise auf Menschen, die selbst gebaute Sprengsätze herstellen.

Die jüngste Tat ereignete sich in der Nacht zum gestrigen Freitag; dabei wurden zwei Automaten im Bremer Süden gesprengt. Nach Walthers Worten gab es zwar zwei Anwohner, die durch den Knall aufgewacht sind. 'Sie haben aber leider erst am nächsten Morgen die Polizei gerufen.' Deshalb bitten die Ermittler mögliche Zeugen in ähnlichen Fällen, sich umgehend zu melden.

Gleichzeitig mahnt die Polizei zu großer Vorsicht: Unbeteiligte, die sich zum Zeitpunkt einer Explosion in der Nähe eines Zigarettenautomaten aufhalten, könnten durch herumfliegende Splitter verletzt werden. Wer Hinweise auf die Täter liefern kann, wird gebeten, sich unter der Nummer 8354488 bei der Kripo zu melden.

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