200 zusätzliche Termine Regierung weitet Schuldnerberatung aus

Wegen der Corona-Pandemie will die Regierung das Angebot der Schuldnerberatung ausweiten. Das soll in der nächsten Sitzung der Sozialdeputation beschlossen werden.
21.04.2021, 05:00
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Regierung weitet Schuldnerberatung aus
Von Maurice Arndt

Die Regierungskoalition aus SPD, Linken und Grünen will die Mittel für die Schuldnerberatung der Stadt Bremen aufstocken. Dadurch kann das Angebot auf Studierende, Soloselbständige sowie Künstlerinnen und Künstler ausgeweitet werden. Die Zahl der möglichen Beratungen pro Jahr wird von 600 auf 800 erhöht. So soll es in der nächsten Sitzung der Sozialdeputation beschlossen werden, heißt es in einem Schreiben der Bürgerschaftsfraktion der Grünen.

Das Budget des präventiven Beratungsangebotes werde um 315.000 auf 740.000 Euro erhöht. Die Gegenfinanzierung werde aus Sonderrücklagen für Sozialausgaben sichergestellt, so die Grünen. Ziel der Aufstockung sei es, die Wartezeiten von Ratsuchenden möglichst gering zu halten. In einem ersten Schritt hatte die Koalition bereits die Fallpauschalen für die Beratungsstellen erhöht, um das Angebot aufrechterhalten zu können.

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Mit den zusätzlichen Mitteln könne Menschen in Not geholfen werden, sagt Sahhanim Görgü-Philipp, sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen. Das sei aufgrund der Pandemie „auch bitter nötig“. Durch Schuldnerberatungsstellen könnten Lohnpfändungen abgewendet, Einigungen mit Gläubigern erzielt und Privatinsolvenzen eingeleitet werden.

Birgitt Pfeiffer, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, sieht in der Schuldnerberatung ein wichtiges Instrument zur Bewältigung der Pandemiefolgen, das Menschen „vor dem Schlimmsten bewahrt“. Das zusätzliche Geld hält sie für alternativlos, um Wartezeiten für Betroffene zu vermeiden.

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Bereits vor der Pandemie „führten Bremen und Bremerhaven jeden Schuldenatlas an“, betont Sofia Leonidakis, sozialpolitische Sprecherin und Vorsitzende der Linken-Fraktion. Deshalb sei es wichtig, das Angebot auch für weitere Personengruppen auszuweiten und mehr Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Gläubiger würden in der Regel nicht warten, bis Schuldner ein Beratungsangebot aufgetan haben.

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