SEK-Einsatz in Osterholz / Täter psychisch krank

21-Jähriger schießt um sich

Bremen. Ein 21-jähriger Bremer hat am späten Sonntagabend in Osterholz auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei beschäftigt. Der Mann schoss auf dem Osterholzer Möhlendamm mit einer Pistole um sich.
01.09.2015, 00:00
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21-Jähriger schießt um sich
Von Ralf Michel

Ein 21-jähriger Bremer hat am späten Sonntagabend in Osterholz auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei beschäftigt. Der Mann schoss auf dem Osterholzer Möhlendamm mit einer Pistole um sich. Der Polizei gelang es, den offenbar psychisch kranken Mann zu überwältigen. Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

Gegen 22.30 Uhr meldeten Anwohner der Polizei Schüsse auf dem Osterholzer Möhlendamm. Auf der Straße stehe ein Mann mit einer Pistole. Mit mehreren Fahrzeugen des Einsatzdienstes aus Bremen-Ost gelang es wenig später, den Mann einzukreisen, berichtete Kirsten Dambek von der Pressestelle der Polizei. Der Mann habe die Pistole aber weiterhin im Anschlag gehalten und in Richtung der Kollegen gezielt.

Zugleich habe er sie aufgefordert, auf ihn zu schießen. Ein Vorgang, der polizeiintern als „Suicide by cop“ bezeichnet wird – ein Täter versucht, Suizid zu begehen, indem er Polizisten dazu bringt, auf ihn zu schießen.

Den ebenfalls hinzugezogenen Kräften des SEK sei es jedoch im Gespräch mit dem Mann gelungen, ihn zur Aufgabe zu bewegen, sagte Dambek. Die Waffe des Mannes habe sich im Nachhinein als Schreckschusspistole herausgestellt.

Zwischenzeitlich war auch ein Linienbus betroffen: Die Polizei hatte ihn unmittelbar vor dem Tatort gestoppt. Da alle Türen des Busses in Richtung des bewaffneten Mannes zeigten, zerschlugen Polizisten die hintere Scheibe des Busses, um den Busfahrer und den einzigen Fahrgast herauszuholen.

Der 21-Jährige sei der Polizei bereits durch zwei Vorfälle als psychisch krank bekannt gewesen, berichtete die Polizeisprecherin. Dabei habe er aber noch nie jemanden bedroht. Auslöser für die Tat am Sonntagabend seien wahrscheinlich familiäre Probleme.

Der Mann wurde ins Klinikum Bremen-Ost zwangseingewiesen.

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