Täter weiter flüchtig

25-Jähriger stirbt nach Schüssen vor Supermarkt

Nach der Schießerei auf dem Parkplatz eines Rewe-Marktes werden erste Details über das Opfer bekannt. Der 25-Jährige stammt aus Nordrhein-Westfalen und soll den Täter gekannt haben. Der ist weiter auf der Flucht.
03.11.2017, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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25-Jähriger stirbt nach Schüssen vor Supermarkt
Von Lisa Boekhoff
25-Jähriger stirbt nach Schüssen vor Supermarkt

Das Gelände um den Rewe-Parkplatz wurde am Donnerstag weiträumig abgesperrt.

Frank Thomas Koch

Am Donnerstagvormittag fielen Schüsse vor einem Supermarkt in Oslebshausen. Im Eingangsbereich eines Rewe-Markts im Kalmsweg wurde gegen 10 Uhr ein Mann erschossen. Das Opfer, ein 25 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen, ist noch im Krankenwagen verstorben, seinen schweren Verletzungen erlegen. Von dem Täter fehlt auch am Freitag weiter jede Spur, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage.

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Die Hintergründe der Tat sind weiter ungeklärt. Die Polizei gibt Entwarnung, dass es keine Hinweise auf eine Gefährdung der Bevölkerung gebe. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Beamten am Donnerstag aus. Die Mordkommission der Polizei hat die Ermittlung übernommen. Weitere Details gibt die Polizei zu diesem Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt. Weitere Verletze habe es nicht gegeben.

Augenzeugen berichteten von mehreren Schüssen. Täter und Opfer sollen sich laut Polizei vor dem Vorfall gestritten und gekannt haben.

"Meine Schwester war dabei und meine Nichte", sagte eine junge Frau, die am Donnerstagmittag am Absperrband vor dem Parkplatz wartete. Als sie bei der Arbeit mehrere Anrufe in Abwesenheit auf dem Telefon entdeckte, meldete sie sich bei ihrer Schwester. "Sie war vollkommen aufgelöst." Die Frau stand unter Schock und hatte Tränen in den Augen. Ihre Nichte sei erst sechs Monate alt. Ihre Schwester habe ganz in der Nähe des Täters gestanden. "Der ist ja noch flüchtig." Die Freundin ihrer Schwester habe sich wegen der Schüsse sofort auf den Fußboden geschmissen. "In was für einer Welt leben wir eigentlich?"

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Vor dem Absperrband der Polizei warteten auch Mitarbeiter des Supermarkts und der darin anliegenden Bäckerei auf die Ermittler. Sie wollten zu dem Vorfall nichts sagen. Sie konnten sich nicht einfach auf den Heimweg machen. Einige ihrer Kollegen wechselten zwei Stunden nach der Tat aus der Arbeitskleidung heraus. Mitarbeiter der Spurensicherung in blauen Anzügen, mit Handschuhen und Mundschutz schoben einen Kinderwagen aus dem Supermarkt.

Einsatz vor dem Rewe-Markt im Kalmsweg: Das SEK ermittelt nach Schüssen auf dem Supermarkt-Gelände.

Einsatz vor dem Rewe-Markt im Kalmsweg: Das SEK ermittelt nach Schüssen auf dem Supermarkt-Gelände.

Foto: Florian Kater

Einige Anwohner aus Oslebshausen erreichte die Nachricht über die Tat erst am Mittag vor Ort. "Ach du Schreck. Das ist ja furchtbar", sagte eine Anwohnerin, die im Supermarkt einkaufen wollte. "Was soll das bloß?" Eine andere Anwohnerin hatte schon von einer Bekannten am Telefon gehört: "Bei Rewe muss was Schlimmes passiert sein." Eine ältere Dame erfuhr erst vor Ort, was passiert war: "Schrecklich."

Die Polizei ermittelt am Tatort.

Die Polizei ermittelt am Tatort.

Foto: Lisa Boekhoff

++ Diese Meldung wurde am Freitag um 8 Uhr aktualisiert. ++

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