Bremer Chor „Good Weibs“ und Hamburger Band „Gone Fishin’“ geben im Schlachthof Benefizkonzert

26 000 Euro für die Sportakademie

Stolze 26 000 Euro erbrachte das Benefizkonzert, das der Bremer Damen-Chor „Good Weibs“ und die Hamburger Band „Gone Fishin’“ im bis auf den letzten Platz besetzten Kulturzentrum Schlachthof gaben. Der Erlös kommt der Kindergeldstiftung Bremen zugute, und zwar der Sportakademie, die zusätzlichen Schulsport in den Sportvereinen der Stadtteile Gröpelingen, Walle und Vahr anbietet.
02.03.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Sigrid Schuer
26 000 Euro für die Sportakademie

Bremer Chor und Hamburger Band im Schlachthof auf der Bürgerweide: Mit dem Benefizkonzert spielten sie eine Menge Geld für die Kindergeldstiftung ein.

Roland Scheitz

Stolze 26 000 Euro erbrachte das Benefizkonzert, das der Bremer Damen-Chor „Good Weibs“ und die Hamburger Band „Gone Fishin’“ im bis auf den letzten Platz besetzten Kulturzentrum Schlachthof gaben. Der Erlös kommt der Kindergeldstiftung Bremen zugute, und zwar der Sportakademie, die zusätzlichen Schulsport in den Sportvereinen der Stadtteile Gröpelingen, Walle und Vahr anbietet.

Die „Good Weibs“ und die Hamburger Band „Gone Fishin’“ sorgten unter der temperamentvollen Leitung von Janine Smith mit ihrem gemeinsamen Show-Auftritt im Kulturzentrum Schlachthof wahrhaft für „Good Vibrations“. Dementsprechend strahlte Chorgründerin Huberta Muhle aus Oberneuland: „Viele haben mich ja vor vier Jahren noch für verrückt gehalten, aber wir haben es mit unserer wunderbaren Janine geschafft, mit dem ganzen Herzen und viel Freude gemeinsam zu singen und dieses Benefizkonzert zu geben.“ Aber auch Hanns-Ulrich Barde von der Sportakademie und Vorstand im Sportgarten sowie Andreas Hüchting von der Deutschen Kindergeldstiftung hatten allen Grund zur Freude. „Wir sind überwältigt davon, welch’ ein großer Erfolg dieses Konzert ist. Von den ’Good Weibs’ und ’Gone Fishin’’ geht eine unglaubliche Energie aus. Wir sind einfach überwältigt von der Spendenbereitschaft“, unterstrichen Barde und Hüchting.

„Von der Sportakademie profitieren 16 Schulen und etwa 1000 Kinder, die durch unsere Unterstützung über 20 Sportarten in elf Sportvereinen ausüben können. Das gilt besonders für die Stadtteile Neue Vahr und Walle, in denen Sportvereine ihr Equipment zur Verfügung stellen. Sport und Musik machen eben glücklich. Die Zukunft unserer Kinder geht uns alle an! Deshalb ist es auch so wichtig, ihr Umfeld zu gestalten, um Bildungserfolge erzielen zu können“, betonte Uli Barde. Er nannte ein Beispiel: So können Kinder und Jugendliche des Schulzentrums Waller Ring im „Paradice“ Eishockey spielen.

„Stolz und happy“ zeigte sich auch die Chorleiterin Janine Smith, die ursprünglich aus Brooklyn in New York City stammt. „Mein Gott, mein Herz schlägt bis zum Hals“, zeigte sie ihr Lampenfieber, das aber im Handumdrehen verschwunden war, sobald sie dirigierte und später auch selbst, am E-Piano pfiffig von Benny Grenz begleitet, ein stimmgewaltiges Solo von Gospel bis Soul hinlegte. In zwei Eigenkompositionen fragte sie: „Wer weiß wirklich, was eure Herzen bewegt?“, um im nächsten Lied „Angels walking over me“ zu betonen: „Don’t be afraid! Seid sicher, dass Ihr einen Schutzengel habt, der auf Euch aufpasst!“ Mit dem sonnigen Titel „Sunshine“ verbreitete die Soul-Röhre auf den Zuschauerrängen der Kesselhalle des Schlachthofs ansteckend gute Laune. Bei dem optimistischen „Go, get it! Komm’ schon, tu’ es, Du schaffst es!“ sang das Publikum mit.

Stefanie Haban, Leadsängerin von „Gone Fishin’“, glänzte auch als Solistin im Zusammenklang mit den „Good Weibs“, so in der insgesamt stimmstarken Interpretation von Leonard Cohens „Hallelujah“ und in dem groovenden „Son of a preacherman“. Die Damen aus Oberneuland bestachen aber auch mit der flockig-lockeren Präsentation, die Choreograf Joel mit ihnen einstudiert hatte, und mit der die „Good Weibs“ Pharell Williams’ Ohrwurm „Happy“ einen zusätzlichen Schuss Glück verliehen. Gleiches galt für die trefflich swingende Bremer Cover-Version des Professor Green-Titels „Read all about it“.

Die „Good Weibs“ lebten die Songzeilen „I wanna sing, I wanna shout, I want to scream the words dry out“ höchst lebendig. Und sie reckten ihre Hände passend zu ihrer temperamentvollen Cover-Version von Jackie Wilsons „Your love keeps lifting me higher and higher“ empor.

Zwischen der Hamburger Band und dem Bremer Chor ist im Zuge der Konzertvorbereitungen eine „wunderbare Freundschaft entstanden. Wir hatten einfach viel Spaß zusammen und wurden in Bremen immer herzlich empfangen“, wie Stefanie Haban betonte. Sie lobte aber auch Chorleiterin Janine Smith, die Chor und Band den letzten Feinschliff gegeben habe, für ihre Geduld. Gemeinsam mit ihrer erkältungsbedingt etwas indisponierten Kollegin Corina Schuldt interpretierte Stefanie Haban mit großer, modulationsreicher Stimme beispielsweise den Rock-Klassiker wie das von zarter Melancholie umsponnene „Landslide“, das in den 1970er-Jahren von „Fleetwood Mac“ gesungen wurde. Stark auch ihre Interpretation von Ed Sheerans Drogen-Ballade „The A-Team“, in der die Geschichte eines Callgirls erzählt wird, das in seinem Tagtraum gefangen ist.

Huberta Muhle bedankte sich bei allen Beteiligten des Konzertes für den Fleiß und die Bereitschaft, Gutes zu tun.

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