Rund eine Million Besucher erwartet 260 Schiffe kommen zur "Sail Bremerhaven"

Im Sommer ist es wieder soweit: 260 Schiffe ankern zur "Sail" in Bremerhaven, darunter zahlreiche Traditionssegler. Eine Million Besucher werden zum maritimen Volksfest erwartet.
04.05.2015, 14:56
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Frank Miener

So langsam wird es ernst für die Organisatoren der Sail 2015: In weniger als 100 Tagen beginnt das maritime Großereignis in Bremerhaven. Schon jetzt sind die Verantwortlichen mit den Anmeldungen zufrieden. Mehr als 260 Schiffe aus 20 Nationen, zahlreiche Stände und über 100 Programmpunkte werden angeboten. Ein Höhepunkt ist die Einlaufparade am 12. August, ein anderer das Feuerwerk über der Weser am 15. August. Die Stadt soll von den erwarteten eine Million Besuchern auch profitieren.

„Die Sail wird auch in diesem Jahr wieder ein Spektakel für die ganze Familie“, sagt der Vorsitzende des Organisationskomitees, Artur Beneken. Der Stadtverordnetenvorsteher betont, dass die seit 1986 stattfindende Veranstaltung ein riesiger Touristenmagnet ist und der Stadt guttue. Aber auch in der Szene sei die Seestadt anerkannt für die Sail: „Es hat sich unter den Schiffsbesatzungen herumgesprochen, wie gastfreundlich die Bremerhavener sind“, sagt Beneken. „Deswegen können wir hier so viele Schiffe begrüßen wie kein anderer deutscher Hafen.“

Dabei sein sollen alle möglichen Schiffstypen von den kleinen Segelboten bis hin zu viermastigen Vollschiffen. Sie werden auch die Eröffnungsparade abhalten, mit der die Windjammer in den Hafen einlaufen – eine erstmals bei der Sail 2010 angebotene Attraktion.

„Dafür hat sich der Schirmherr angesagt“, freut sich Beneken. Denn dabei handelt es sich um Bundespräsident Joachim Gauck, der eigens seinen Urlaub für die Sail unterbrechen werde. Das liege auch an dem Völker verbindenden Element des Treffens: Mit den Schiffen kommen rund 4000 junge Besatzungsmitglieder aus allen Teilen der Welt nach Bremerhaven. „Das fröhliche und friedliche Miteinander dieser jungen Menschen aus vielen Nationen, Kulturen und Religionen prägt die gesamte Atmosphäre während der Sail“, sagt Beneken.

Lesen Sie auch

Auch die Wirtschaft in Bremerhaven kann sich über die Sail freuen. Bereits seit Wochen sind die Hotelkapazitäten ausgebucht, auch Privatunterkünfte werden knapp. Die Tourismusgesellschaft Erlebnis Bremerhaven rechnet für jeden Tagesgast 90 Euro, die in der Stadt ausgegeben werden, Übernachtungsgäste bringen noch mehr. „Das ist gut für unsere Wirtschaft“, ist Tourismuschef Raymond Kiesbye denn auch überzeugt.

Für die Planer der Sail geht es jetzt allerdings erst einmal um die Feinarbeiten. Der Schiffsliegeplan ist zwar fertig und hängt als riesiges Schaubild im Büro von Organisationsleiter Heino Tietjen. Veränderungen sind aber immer noch möglich und nötig.

„Wir planen mit dem Gelände am Alten und Neuen Hafen in der Innenstadt, dazu kommt der Fischereihafen als voller Bestandteil der Sail“, sagt Tietjen. Dort werde es mit der „Dampf & Sail“ einen zweiten Schwerpunkt geben – neben Dampfschiffen sind dort auch Dampfmaschinen für den Landbetrieb zu sehen.

Lesen Sie auch

Das ist auch für die Sail neu: „Eine solche Bandbreite von Veranstaltungen haben wir noch nie gehabt“, freut sich Tietjen, der schon bei der ersten Sail im Jahr 1986 dabei war. Ermöglicht werde das alles nur von Sponsoren und freiwilligen Helfern. Der Etat der Sail, der bei über einer Million Euro liegt und vom Land mit 900 000 Euro bezuschusst wird, könne nicht für alles aufkommen. „Deshalb würde es die Sail ohne Sponsoren nicht geben“, sagt Tietjen. Das gehe nicht.

Die diesjährige Sail ist die achte, seitdem 1986 das erste Festival der Windjammer in Bremerhaven stattfand. Die vorerst letzte Großveranstaltung war im Jahr 2010.

Mehr zur Sail 2015 finden Sie im Internet unter www.bremerhaven.de

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+