65 Jahre Bundeswehr

FDP will Dank für Bundeswehr

Die Fraktion der FDP möchte, dass die Bremer Bürgerschaft in ihrer nächsten Sitzungswoche der Bundeswehr ihren Dank ausspricht. Anlass ist der 65. Geburtstag der Armee am 12. November.
13.11.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
FDP will Dank für Bundeswehr
Von Nina Willborn
FDP will Dank für Bundeswehr

Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr stehen beim großen öffentlichen Gelöbnis von Bundeswehrsoldaten vor dem Reichstag. Das Gelöbnis der Soldaten findet traditionell am Gründungstag der Bundeswehr am 12. November statt.

Michael Kappeler / dpa

Am 12. November 1955, vor 65 Jahren also, wurde mit der Ernennung der ersten 101 Freiwilligen die Bundeswehr gegründet. Dieses Jubiläum nimmt die Bremer FDP-Fraktion zum Anlass für einen Dringlichkeitsantrag für die Bürgerschaft in der kommenden Woche. Darin fordert sie, das Parlament möge allen aktuellen und ehemaligen Bundeswehr-Angehörigen für ihre Leistungen und ihren „wertvollen Dienst an der Bundesrepublik Deutschland, für den Frieden und die Freiheit Europas und der ganzen Welt“ seinen Dank aussprechen. Zudem, so heißt es in der Vorlage, soll die Bürgerschaft bekräftigen, dass die Bundeswehr „elementar“ für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist.

Lesen Sie auch

Hauke Hilz, stellvertretender Fraktionschef, erinnert in dem Antrag an die Geschichte der Armee, die seit der Aussetzung der Wehrpflicht seit März 2011 nur noch von Soldatinnen und Soldaten gebildet wird, die sich freiwillig zum Dienst an der Waffe melden: von den ersten Aufgaben als Nato-Partner zum Schutz „des demokratischen Westens vor der ständigen Bedrohung durch die kommunistische UdSSR und ihrer Satellitenstaaten“ über die ersten Auslandseinsätze im Zweiten Golfkrieg und im Kosovokrieg bis hin zur Teilnahme an der Anti-Terror-Koalition nach den Anschlägen auf das World Trade Center und der Unterstützung des Wiederaufbaus nach dem Afghanistankrieg.

Künftig könnte der Osten Europas stärker ins Blickfeld rücken. Der außenpolitische Umgang mit Russland erfordere ein klares Zeichen, dass die Nato und die EU in der Lage seien, sich zur Wehr zu setzen, heißt es in dem Antrag. Ein Beispiel seien regelmäßige Übungen wie die Mission „Defender Europe 20“, bei der auch Bremerhaven als Standort für die Logistik eine Rolle spiele. Hilz: „Die Bundeswehr muss nicht nur besser ausgestattet werden, sondern die Soldatinnen und Soldaten müssen spüren, dass sie den Rückhalt der Bevölkerung genießen.“ Deshalb ist es seiner Meinung nach Aufgabe des Parlaments, die „tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, die wir empfinden, wenn wir an die Opfer denken, die im täglichen Dienst, aber auch in den vielen schwierigen Einsätzen erbracht werden“.

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+