Kunstwerk zum Finale des Reformationsjahrs

95 Bilder, 95 Thesen: Martin Luthers Worte im Bremer Dom

Der Altar im Bremer St. Petri Dom ist nicht mehr zu sehen. Wir erklären, wieso sich die Gemeinde darüber freut, was das Ganze mit Martin Luthers 95 Thesen zu tun hat und zeigen die Bilder dazu.
01.10.2018, 05:15
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95 Bilder, 95 Thesen: Martin Luthers Worte im Bremer Dom
Von Olga Gala

25 Quadratmeter groß, bestehend aus 95 einzelnen Bildern - im Bremer St. Petri Dom hängt seit kurzem direkt vor dem Altar ein neues Kunstwerk. Der 51-Jährige Henning Diers hat das Werk mit dem Titel "Bilder95Thesen" erschaffen. Auf jedem Einzelbild ist eine der 95 Thesen Martin Luthers dargestellt. 1517 soll der Theologe seine Betrachtungen an die Schlosskirche zu Wittenberg gehämmert und damit die Reformation ausgelöst haben.

Der Künstler Henning Diers hat sich intensiv mit Luthers Wirken auseinandergesetzt. Die historischen Thesen wollte er in eine aktuelle Bildsprache übersetzen: "Ich wollte nicht die alten, sperrigen Begriffe malen, sondern die möglichen Bedeutungen dahinter finden", sagt der Künstler. Jede Woche entstand ein Einzelbild im Format 30x90cm. Das Gesamtkunstwerk ist sechs Meter breit und fast fünf Meter hoch. Ganz links oben ist die erste These abgebildet, zeilenweise geht es von links nach rechts weiter. Ganz unten rechts ist die 95. These zu sehen. Noch bis zum 4. November ist Henning Diers' Arbeit im Bremer St. Petri Dom zu bewundern. In unserer Fotostrecke zeigen wir die 95 Einzelbilder des Kunstwerks mit den dazugehörigen Thesen Martin Luthers.

Bei diesen handelt es sich um die neue Übersetzung der lateinischen Lutherschrift "Disputation zur Klärung der Kraft der Ablässe" (kurz: "95 Thesen") von Johannes Schilling und Reinhard Schwarz aus: Lateinisch-Deutsche Studienausgabe (hrsg. von Wilfried Härle, Johannes Schilling und Günther Wartenberg unter Mitarbeit von Michael Beyer), Band 2: Christusglaube und Rechtfertigung, hrsg. von Johannes Schilling, Leipzig 2006, S. 1-15. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Evangelischen Verlagsanstalt.

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