Bremen Ab in den Ofen - Pistolen und Gewehre eingeschmolzen

Bremen. Letzte Station Hochofen: Mehr als 700 Waffen wurden am Mittwochmorgen von Stadtamt zum Einschmelzen transportiert. Die Pistolen und Gewehre waren die Ausbeute von Kontrollen, die seit vergangenem August bei Waffenbesitzern durchgeführt wurden.
30.04.2015, 00:00
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Ab in den Ofen - Pistolen und Gewehre eingeschmolzen
Von Ralf Michel

Letzte Station Hochofen: Mehr als 700 Waffen wurden am Mittwochmorgen von Stadtamt zum Einschmelzen transportiert. Die Pistolen und Gewehre waren die Ausbeute von Kontrollen, die seit vergangenem August bei Waffenbesitzern durchgeführt wurden. Für Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) ein Beleg, mit dem Konzept zur Kontrolle der sicheren Aufbewahrung von Waffen auf dem richtigen Weg zu sein. „Seit wir diese Kontrollen intensiv durchführen, ist die Zahl der registrierten Waffen in der Stadtgemeinde Bremen deutlich zurückgegangen“, freut sich der Chef der Innenbehörde. „Und die Zahl der Waffenbesitzer hat sich fast halbiert.“

Seit Oktober 2012 werden in Bremen Waffenbesitzer verdachtsunabhängig daraufhin kontrolliert, ob sie ihre Pistolen und Gewehre dem Waffengesetz entsprechend verwahren. Ziel der Innenbehörde ist es, jeden Waffenbesitzer einmal im Jahr zu kontrollieren. Dass dazu Anlass besteht, belegen die Ergebnisse der Kontrollen: Von den zwischen Oktober 2012 und November 2014 durchgeführten unangemeldeten Kontrollen, blieben laut Innenbehörde lediglich 39 Prozent ohne Beanstandungen.

Ein Großteil der Kontrollierten hat bei dieser Gelegenheit seine Waffen abgeben. Die Zahl der Waffenbesitzer in Bremen sank in diesem Zeitraum von 5189 auf 2674, die Zahl der registrierten Waffen von rund 16 000 auf 13 665. Zurückgegeben worden seien überwiegend sogenannte Erb- oder Altwaffen.

Für das Abgeben der waffenrechtlichen Erlaubnis dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass für jede Kontrolle 139 Euro Gebühren zu berappen sind.

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