Kleinbus fährt ab Juni durch die Stadt Mobile Kamera erfasst den Zustand von Bremens Straßen

Das Amt für Straßen und Verkehr will den Zustand von Bremens Straßen digital erfassen. Damit beauftragt wurde ein Berliner Ingenieurbüro, das im Juni mit den Arbeiten beginnt.
19.05.2021, 10:49
Lesedauer: 1 Min
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Mobile Kamera erfasst den Zustand von Bremens Straßen
Von Christoph Bähr

Der Kleinbus in den Farben Silber und Orange fällt auf, denn auf seinem Dach ist ein riesiger Aufsatz mit mehreren Kameras und Sensoren sowie einer Warnleuchte befestigt. Ab Juni ist das Fahrzeug eines Berliner Ingenieurbüros in der Stadt Bremen unterwegs, um das Straßennetz digital zu erfassen. Den Auftrag dafür hat das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) erteilt. Laut ASV soll der Kleinbus mit seinen Kameras innerhalb eines Zeitraums von etwa vier Monaten das gesamte Straßennetz inklusive der Rad- und Gehwege sowie alle Verkehrsschilder aufzeichnen. Laserscanner sollen zudem Informationen zu Unterführungen wie etwa Tunneln und deren Durchfahrtshöhen liefern.

Nach Abschluss der Aufzeichnungen werten die Mitarbeiter des Berliner Ingenieurbüros die Daten aus und bereiten sie auf. Das kann eine ganze Zeit dauern. Bereits 2018 erfasste die Firma die Bremer Hauptstraßen digital, die Auswertung wurde vor Kurzem abgeschlossen.

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Laut ASV-Projektleiter Björn Ritschewald lohnt sich der große Aufwand: "Ziel ist eine aktuelle Bewertungsgrundlage des kompletten Straßennetzes, daher muss nun nach der vorangegangenen Befahrung sowie Auswertung der Hauptverkehrsstraßen die Erhebung der Infrastrukturdaten sämtlicher Nebenstraßen im Stadtgebiet folgen. Nur so kann das ASV eine Bewertungsgrundlage zum aktuellen Zustand und somit monetären Wertes und gegebenenfalls des Investitionsbedarfs des stadtbremischen Straßennetzes schaffen." Die Daten sollen auch als Grundlage für ein digitales Straßenkataster dienen und damit die Planung von Unterhaltungs- und Erhaltungsmaßnahmen vereinfachen.

Bilder der Straßen, die Anbieter wie Google im Internet bereitstellen, können laut ASV nicht ohne Weiteres genutzt werden, weil sie dem Urheberrecht unterliegen. Zudem seien diese Bilder oft schon älter und böten nicht die Möglichkeit, Höhen, Flächen und den Zustand einer Straße zu ermitteln. Die für das ASV erhobenen Daten werden in ein internes Informationssystem übertragen, ausschließlich behördenintern genutzt und nicht veröffentlicht.

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