Seniorenresidenz Kirchhuchting

Abgeordnete und Beirat machen sich ein Bild

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, ob die Seniorenresidenz Kirchhuchting schließen muss, steht noch aus. Jetzt haben Mitglieder des Beirats Huchting das Altenheim besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild gemacht.
29.11.2015, 00:00
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Abgeordnete und Beirat machen sich ein Bild
Von Sabine Doll
Abgeordnete und Beirat machen sich ein Bild

Die Seniorenresidenz Kirchhuchting.

Felix Frank

Anfang der Woche wird die Entscheidung des Verwaltungsgerichts erwartet, ob die Seniorenresidenz Kirchhuchting schließen muss. Die Wohn- und Betreuungsaufsicht (WBA) hatte Ende vergangener Woche die Schließung wegen „schwerwiegender Mängel“ unter anderem in der Hygiene und der medizinischen Versorgung der Bewohner verfügt.

Die Einrichtung, die von der Mediko-Gruppe betrieben wird, hatte einen Eilantrag bei dem Gericht gestellt. Die Residenz geht seitdem in die Offensive, der Behörde wirft sie „wilde Entschlossenheit“ bei ihrem Vorgehen vor.

In dieser Woche lud sie Mitglieder des Beirats Huchting und Bürgerschaftsabgeordnete ein, damit sie sich ein Bild vor Ort machen können. Gut eineinhalb Stunden ließen sie sich von Christian Cohausz, Mitglied der Geschäftsleitung in der Mediko-Gruppe, die Situation schildern. Dass die Einrichtung Anordnungen der Heimaufsicht abgearbeitet habe, aber die komplette Umsetzung Zeit benötige. Es habe in der Vergangenheit Fehler gegeben, hatte Cohausz auch dem WESER-KURIER gegenüber eingeräumt.

„Ich würde dafür plädieren, dass man der Einrichtung eine Chance gibt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es laut der Leitung schon erhebliche Verbesserungen gegeben hat“, sagte Sigrid Grönert, sozialpolitische Sprecherin der CDU, nach dem Rundgang. Sie warnte davor, mit dieser Einrichtung ein Exempel statuieren zu wollen. „Man hört auch aus anderen Einrichtungen Mängel, und man muss überall genau hinschauen“, betonte sie.

Der grüne Bürgerschaftsabgeordnete Björn Fecker sieht das anders: „Die Mängel sind nicht wegzudiskutieren. Der Betreiber muss sich fragen lassen, warum diese Mängel erst angegangen wurden, als der Druck stieg.“ Pflege unter Kostendruck führe immer zu einem Qualitätsverlust.

Nach Auskunft der Sozialbehörde hat die Heimaufsicht die Einrichtung seit Januar ein Dutzend Mal unangekündigt kontrolliert. 2013, ein Jahr nach der Eröffnung, habe es erste Anmerkungen gegeben.

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