Die Bagger rücken an

Abriss für 26-Millionen-Euro-Neubau hat begonnen

Die Abrissarbeiten am Stammsitz von Kühne + Nagel haben begonnen. Mitte 2019 soll der Neubau des Speditions- und Logistikunternehmens planmäßig fertig sein.
05.01.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Abriss für 26-Millionen-Euro-Neubau hat begonnen
Von Pascal Faltermann
Abriss für 26-Millionen-Euro-Neubau hat begonnen

Erste Mauerteile fehlen, einige Fenster sind schon herausgerissen. Am Gebäude der Firma Kühne + Nagel haben die Abrissarbeiten begonnen.

Frank Thomas Koch

Die Abrissarbeiten am Stammsitz von Kühne + Nagel haben begonnen. Mitte 2019 soll der Neubau des Speditions- und Logistikunternehmens planmäßig fertig sein. Das Unternehmen vergrößert seine Fläche und hat der Stadt hierfür bereits ein etwas 1000 Quadratmeter großes Grundstück abgekauft.

Einige Fenster sind bereits entfernt, die ersten Bagger angerückt. Kleinere Mauerteile sind herausgerissen aus den Wänden des Gebäudes der Firma Kühne + Nagel zwischen Wilhelm-Kaisen-Brücke und Martinistraße. Auf dem Platz stehen zahlreiche Container, gefüllt mit Schutt und Gerümpel aus dem Haus.

Die Abrissarbeiten am Stammsitz des Speditions- und Logistikunternehmens haben begonnen. „Bis Ende April, Mitte Mai wollen wir mit den Abbrucharbeiten fertig sein“, sagt Ralf Miehe, Standortleiter von Kühne + Nagel in Bremen. Mitte 2019 soll der 26 Millionen Euro teure Neubau fertig sein (wir berichteten).

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Bereits seit Ende August stehen die ersten Absperrungen an der Straße. Wie im vergangenen September ist es für Autofahrer ein klein bisschen schwieriger geworden, von der Innenstadt in die Neustadt zu gelangen. Bauarbeiter haben erneut die von der Martinistraße auf die Wilhelm-Kaisen-Brücke hinaufführende ampellose Rampe gesperrt.

Dafür sind die beiden Spuren vor der Ampel an der Kreuzung nun unterteilt, Rechtsabbieger müssen sich also nicht nur zwingend rechts einordnen, sondern auch an der Ampel warten.

Verlegung der Straße erforderlich

Da für den Abriss und den bevorstehenden Neubau des Kühne + Nagel-Gebäudes mitten in der Innenstadt etwas Platz benötigt wird, war die Verlegung der Straße erforderlich. Fußgänger und Radfahrer müssen die Straßenseite wechseln, um den Abschnitt zu passieren.

Bislang sei alles aus dem Gebäude herausgeworfen worden und das Haus entkernt worden, erklärt Standortleiter Miehe. Vom 16. auf den 17. Januar soll dann der „größtmögliche Abrissbagger“ zur Baustelle kommen, die Abbrucharbeiten starten am Tag darauf, so Miehe.

Bei den Arbeiten müsse allerdings sehr vorsichtig vorgegangen werden. Wenn alles nach Plan läuft, gehen die Arbeiten ab Juni in die Tiefe – die Tiefgarage wird vergrößert. Das Unternehmen hat für den Neubau seine bisherige Fläche vergrößert und der Stadt für etwa eine Million Euro ein knapp 1000 Quadratmeter großes Grundstück an der Brücke abgekauft.

Neuer Mittelbau und weiteres Bürogebäude

Denn der Stammsitz der Firma soll größer werden. In drei Abschnitten wird auf dem Grundstück gebaut: Der Plan des Unternehmens sieht vor, dass zunächst das künftige Hauptgebäude am Brückenkopf entstehen soll. Dieser erste Abschnitt wird mit elf Stockwerken fünf Meter höher als das Ex-Gebäude aus den 1960er-Jahren.

Anschließend werden entlang der Martinistraße ein nur dreigeschossiger, transparenter Mittelbau und ein weiteres Bürogebäude entstehen. Der Gesamtkomplex soll ab 2019 alle rund 800 Beschäftigten von Kühne + Nagel in Bremen beherbergen, also auch die Teile der Belegschaft, die zurzeit woanders untergebracht sind.

Insgesamt soll es eine Bruttofläche von 11 500 Quadratmetern geben. Der höchste Turm des nach dem Gründer benannten August-Kühne-Hauses soll 39 Meter hoch werden. Über die städtebauliche Qualität des Entwurfs wurde in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert, Grüne und SPD hatten einen fehlenden Architektenwettbewerb beklagt.

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