Verkehrsausschuss Schwachhausen beschäftigt sich mit Falschparkern und Parkplatzproblemen Absperrgitter an der Wachmannstraße

Schwachhausen. Rund zwei Stunden lang beschäftigten sich die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Beirates Schwachhausen mit Anträgen von Bürgern – im Fokus standen dabei unter anderem die Umgestaltung des Sterns sowie die Ausweisung eines Teilstücks der Kulenkampffallee als Einbahnstraße. Neben Vertretern des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV) hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger eingefunden, um kontrovers über einzelne Tagesordnungspunkte zu diskutieren.
21.04.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Markwort

Rund zwei

Stunden lang beschäftigten sich die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Beirates Schwachhausen mit Anträgen von Bürgern – im Fokus standen dabei unter anderem die Umgestaltung des Sterns sowie die Ausweisung eines Teilstücks der Kulenkampffallee als Einbahnstraße. Neben Vertretern des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV) hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger eingefunden, um kontrovers über einzelne Tagesordnungspunkte zu diskutieren.

Die Leiterin des Ortsamtes Schwachhausen/Vahr, Karin Mathes, berichtete, dass die Gleistrasse in der Wachmannstraße gegenüber der Hausnummer 173 häufig widerrechtlich von Kraftfahrzeugen und dem Radverkehr gequert werde, was zu einer Gefährdung für den Straßenbahnbetrieb führe. Auf Bitten der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) plane das ASV nun, dort ein drei Meter langes Absperrgitter aufzustellen. Die Mitglieder des Fachausschusses stimmten dieser Maßnahme bei einer Enthaltung mehrheitlich zu.

Die Frage nach einer Ablaufrinne für das Regenwasser rund um den Stern wurde zunächst vertagt. Ob die notwendige Rinne nun innen um den Kreisverkehr führe oder an dessen äußerem Rand, könne während der Sitzung nicht abschließend geklärt werden, befand der Ausschuss.

In einem ausführlich präsentierten Bürgerantrag wurde gefordert, dass ein Teilstück der Kulenkampffallee (zwischen H.-H.-Meier-Allee und Crüsemannallee) in eine Einbahnstraße umgestaltet wird. Ein Kernproblem sei laut der Antragssteller, dass die Straße zu eng und zugeparkt sei, sodass es häufig zu Beschädigungen an Fahrzeugen komme. Zudem reiche der Platz kaum aus, um entgegen kommenden Fahrzeugen auszuweichen. Auch die Geschwindigkeitsbegrenzung würde in diesem Bereich häufig nicht eingehalten.

Ausschuss-Sprecher Ansgar Matuschak (CDU) wies darauf hin, dass bereits eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe gegründet worden sei, in der ganzheitliche Überlegungen zur Verbesserung der Verkehrssituation getroffen würden. Diesbezüglich solle ein Gutachter beauftragt werden, um neue Konzepte zu entwickeln. Auch die Gestaltung eines Einbahnstraßensystems könne dort berücksichtigt werden, so Matuschak. Hierbei müssten die benachbarten Straßen beachtet werden. Dietrich Heck (Grüne) vertrat die Auffassung, dass eine Einbahnstraße kein Falschparken verhindere, sondern eher noch höhere Geschwindigkeiten zur Folge haben könne. Heck ergänzte, dass in der Arbeitsgruppe auch für die Parksituation eine Grundsatzlösung gesucht werden solle – eine Möglichkeit sei die Einführung des Schrägparkens. Der Ausschuss beschloss daraufhin, den Bürgerantrag vorerst zurückzustellen.

Weitere Bürger bemängelten die im Beiratsbeschluss vom Oktober 2014 angestrebte Parksituation rund um den Schwachhauser Ring. Sie beklagten, dass zwölf neu geschaffene Parkplätze nicht ausreichten, da viele Parkmöglichkeiten auf den Überfahrten wegfielen. Somit werde auch die Belastung in den Nebenstraßen höher. Die Parkplätze im öffentlichen Raum seien für diejenigen Haushalte vorgesehen, die über keine Stellplatzmöglichkeit auf dem eigenen Grundstück verfügen. Die Überfahrten wurden 1996 von der Stadt angelegt. Sinnvoller sei es, Gelder an anderer Stelle einzusetzen, insbesondere für die Instandsetzung beschädigter Straßen, so der Einwand von Bürgern.

Karin Mathes merkte an, dass nach der Prüfung geeigneter Carsharing-Standorte am Schwachhauser Ring keine Plätze errichtet würden. Weiter in der Prüfung befinde sich ein möglicher Standort an der Hartwigstraße. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit letztlich abgelehnt. Bei einem Ortstermin solle das ASV gemeinsam mit Fachausschussmitgliedern festlegen, wo genau in der Crüsemannallee Fahrradbügel aufgestellt werden sollten.

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