Sportsenatorin Stahmann übergibt die sanierte Sporthalle und hinterlässt in Findorff neue Hoffnung Achtung, fertig, Freude!

Regensburger Straße. Nach einem Jahr Bauzeit und Investitionen in Höhe von 1,1 Millionen Euro ist die Sporthalle auf der Findorffer Bezirkssportanlage nun wieder bereit für den Spiel- und Trainingsbetrieb. Und sie ist nicht wiederzuerkennen, wie die Gäste bei der offiziellen Übergabe an diesem Montag sehen konnten.
20.10.2016, 00:00
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Von Anke Velten

Regensburger Straße. Nach einem Jahr Bauzeit und Investitionen in Höhe von 1,1 Millionen Euro ist die Sporthalle auf der Findorffer Bezirkssportanlage nun wieder bereit für den Spiel- und Trainingsbetrieb. Und sie ist nicht wiederzuerkennen, wie die Gäste bei der offiziellen Übergabe an diesem Montag sehen konnten.

Die Sanierung war erzwungen worden, nachdem Unbekannte in einer Oktobernacht des vergangenen Jahres einen Brand gelegt hatten. Sportsenatorin Anja Stahmann zeigte sich nicht nur „sehr begeistert“ vom Ergebnis: Sie hinterließ bei der Findorffer Sportgemeinschaft auch neue Hoffnung für das große Wunschprojekt einer zweiten Sporthalle.

Der nagelneue blaue Sportboden duftet noch nach frischem Linoleum, die Wände bekamen einen zartgelben Anstrich und wurden eigens mit einem Prallschutz verkleidet. Die alten Glasbausteine wurden durch wärmegedämmte Fensterreihen mit opakem Glas ersetzt.

Die hölzernen Sitzreihen der Zuschauerbühne sind neu, ebenso die Anzeigetafeln und die Lautsprecheranlage. Die energiesparende LED-Beleuchtung und eine Hallenheizung sind in die in frischem Weiß verkleidete Hallendecke integriert.

Zwölf Monate hatten Fachleute verschiedenster Gewerke damit zu tun, berichtete Einsatzleiter Joachim Oetjen vom Ritterhuder Unternehmen Klaus Lorenz, das sich auf Schadenssanierungen spezialisiert hat.

So lange hatten die Findorffer Sportler auf ihre Halle verzichten müssen. „Das war hart, aber es hat sich gelohnt!“, bilanzierte Jochen Brünjes, der beim Sportamt verantwortlich ist für Bau und Betrieb der städtischen Hallen. Für ihn gab es besonderes Lob: Er sei „eine echte Säule für den Bremer Sport“, betonte Frank Steinhardt, zweiter Vorsitzende der SG Findorff.

Steinhardts Dank galt auch den solidarischen Vereinen der Stadt, die den Findorffern während der Überbrückungszeit ausgeholfen hatten, den Sportlern, die lange Anfahrtswege auf sich nehmen mussten, sowie Beirat und Geschäftsleuten, die sich finanziell engagiert hatten, damit sich der Verein die Wiederanschaffung von Sportmaterialien leisten konnte.

Die wesentlichen Kosten für die Feuersanierung hatte die städtische Feuerversicherung getragen. Bei aller Freude über die „superfantastische Halle“: Steinhardt erinnerte auch daran, dass die aufwendige Komplettsanierung Konsequenz eines „absolut erschreckenden Ereignisses“ war. Darum solle die Halle auch ein „Mahnmal“ sein, so Steinhardt.

Noch immer ermittelt die Staatsanwaltschaft: Der Verdacht, dass der Brand am 26. Oktober 2015 verhindern sollte, dass Flüchtlinge in der Findorffer Halle einquartiert werden, ist offensichtlich bislang weder ausgeräumt noch bestätigt.

Nur etwa 30 Quadratmeter des Fußbodens und eine Holztür hatten damals gebrannt. Doch die giftigen Rauchgase hatten die gesamte Sporthalle und den benachbarten Umkleidetrakt unbenutzbar gemacht.

Gutachter diagnostizierten im Anschluss einen „Totalschaden", erklärte die Sportsenatorin. Eine „Katastrophe“, die zudem völlig unnötig war, so Stahmann weiter: Für die Findorffer Halle hätte ohnehin kein Bedarf bestanden.

In Spitzenzeiten hatte die Sozialbehörde ab Herbst 2015 bis zu 19 der insgesamt 200 bremischen Hallen für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Im Juni dieses Jahres konnte die letzte dieser temporären Unterkünfte wieder freigegeben werden.

Ungefragt ging die Senatorin auch auf den Wunsch der SG Findorff ein, eine zweite Halle auf der Bezirkssportanlage zu bauen – der Stadtteil-Kurier berichtete. Für ihr Projekt „Fuchsbau“ weiß der Verein den Findorffer Beirat und die Oberschule Findorff hinter sich, doch ohne die Unterstützung der Stadt wird es nicht gehen.

Vereinssportler, viele Beiratsmitglieder, und die Bremer Bürgerschaftsmitglieder und Sportdeputierten Ingelore Rosenkötter und Mustafa Öztürk hörten mit: „Wir wissen, dass der Bedarf in Findorff da ist“, so Stahmann. Persönlich befürworte sie das Findorffer Konzept „ganz stark“. Die Senatorin wörtlich: „Wir bewegen Ihr Anliegen tüchtig in unseren Herzen und unserem Kopf!“

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