Gefahrenpunkt in Bremen

Ärger ums Parken am Osterdeich

Bremen. Die neuen Parkplätze am Osterdeich sollen Viertelbewohnern und -besuchern zugutekommen. Doch die Einrichtung von zusätzlichen Abstellmöglichkeiten sorgt nun offenbar für Ärger.
24.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Bastienne Ehl
Ärger ums Parken am Osterdeich
Joanna Kosowska

Bremen. Die neuen Parkplätze am Osterdeich sollen Viertelbewohnern und -besuchern zugutekommen. Doch die Einrichtung von zusätzlichen Abstellmöglichkeiten sorgt nun offenbar für Ärger.

"Am Osterdeich, Ecke Mozartstraße ist ein Problembereich entstanden", sagt Frank Striepe, Kontaktpolizist vom Polizeirevier Innenstadt, der für den Bereich Ostertor zuständig ist. Die Autofahrer stellten ihre Fahrzeuge nämlich nicht nur in den gekennzeichneten Bereichen ab, sondern auch bis kurz vor die Einmündung in die Mozartstraße, trotz absoluten Halteverbots, so Striepe. "Damit versperren die parkenden Autos den Fahrern die Sicht, die aus der Mozartstraße kommen und nach rechts oder links auf den Osterdeich abbiegen wollen. Das ist eine sehr gefährliche Ecke, vor allem für Auswärtige. Gerade letzte Woche kam es dort zu einem Unfall", sagt Striepe.

Auch Anwohner sind schon auf das Problem aufmerksam geworden. Sie klemmen den Parksündern mittlerweile Hinweise unter die Scheibenwischer und haben Zettel an den Zäunen entlang der Straße angebracht, auf denen steht, dass das Parken dort verboten ist. Doch auch das zeigt laut Striepe bisher nur wenig Wirkung. Die einzige Lösung, die er sieht: "Wir werden dort verstärkt abschleppen müssen."

Dabei war die zusätzliche Einrichtung von gekennzeichneten Parkflächen durch das Amt für Straßen und Verkehr gut gemeint und sollte weggefallene Parkflächen wenigstens teilweise ersetzen. Um die Rettungssicherheit im Viertel zu gewährleisten, hatten das Verkehrsressort und das Innenressort bekanntlich gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und Stadtamt im Juni des vergangenen Jahres ein Konzept erarbeitet. Das Milchquartier wurde dafür als Testfeld bestimmt. Dort wurden besonders enge Einmündungsbereiche neu beschildert, schraffiert und mit Stahlnägeln eingefasst, um das Parken an diesen Stellen zu verbieten und Rettungsfahrzeugen so bessere Zufahrten im Notfall zu ermöglichen.

Doch nicht nur entlang des Osterdeichs wird wild geparkt. Auch dort, wo wegen der Gewährleistung der Rettungssicherheit zusätzlich Parkflächen gestrichen wurden, halten sich nicht alle an die Verbote. Um zu überprüfen, welche Wirkung die Kennzeichnungsaktion tatsächlich hat, hatte die Verkehrsbehörde angekündigt, noch einmal mit einem Rettungsfahrzeug durch die engen Gassen des Viertels zu fahren. Nach Striepes Informationen soll das demnächst passieren. Und dann gilt, genauso wie bei der vorangegangenen Aktion: Wo der Wagen nicht durchkommt, wird rigoros abgeschleppt.

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