Besuchsverbot in Krankenhäusern

Bremer Ärztekammerpräsidentin warnt vor Sorglosigkeit

Die Ärztekammerpräsidentin Heidrun Gitter betont das Kranke und Mitarbeiter in Krankenhäusern nicht gefährdet werden dürfen. Hintergrund sind die geforderten Lockerungen bei Besuchsverboten in Hospitälern.
31.07.2020, 05:00
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Bremer Ärztekammerpräsidentin warnt vor Sorglosigkeit
Von Heinz-Peter Petrat
Bremer Ärztekammerpräsidentin warnt vor Sorglosigkeit

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat Lockerungen bei den Besuchsverboten in Bremer Krankenhäusern gefordert.

Dustin Weiss

Mit Hinweis auf die von der CDU geforderten Lockerungen bei Besuchsverboten in Krankenhäusern warnt Ärztekammerpräsidentin Heidrun Gitter vor zu viel Sorglosigkeit. Kranke und Mitarbeitende in Krankenhäusern dürften nicht zusätzlich gefährdet werden. Gitter: „Ich habe kein Verständnis für die neuerlich erhobene Forderung aus den Reihen der CDU, die allgemeinen Besuchsverbote in den Kliniken aufzuheben. Das gefährdet die Kranken, die sich den Aufenthalt in der Klinik ja nicht aussuchen, und das dringend notwendige Personal“.

Sigrid Grönert, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, hat wie berichtet eine Lockerung der Besuchsverbote in Bremer Krankenhäusern gefordert. Die steigenden Infektionszahlen und die jüngsten Ausbrüche auch in einer Klinik zeigten im Gegenteil, dass man die Vorsicht erhöhen müsse, so dagegen Heidrun Gitter: „Wer soll eine wieder steigende Zahl an Patienten behandeln, wenn das ohnehin knappe Personal durch eingebrachte Infektionen über Besucher infiziert wird oder damit beschäftigt ist, Besucher sicher zum Patienten zu geleiten, damit Hygienevorschriften eingehalten werden?“ Angesichts der durchschnittlich sehr kurzen Verweildauer von wenigen Tagen sei das Besuchsverbot in Krankenhäusern auch kein echtes Problem.

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