Kommentar über den Streit um Tierhaltung

Affentheater

Der Konflikt zwischen Tierschützern und Zirkusbetreibern ist ein Affentheater. Die Parteien sollten miteinander reden statt übereinander, meint Jan-Felix Jasch.
10.08.2017, 18:40
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Affentheater
Von Jan-Felix Jasch
Affentheater

Ein Elefant in einem Zirkus. Der Zirkus Voyage, der derzeit in Blumenthal gastiert, ist bei Tierschützern zuletzt in Kritik geraten.

Björn Hake

Was für ein Affentheater. Im Streit um die Haltung von Wildtieren reden die Parteien lieber übereinander als miteinander. So bleibt das Wichtigste auf der Strecke: die Tiere. Sicher ist die Haltung der Tiere in einem fahrenden Unternehmen nicht artgerecht, auch in einem Zoo kann sie das nicht sein. Es ist nun mal nicht der natürlich Lebensraum. Trotzdem bedeutet das nicht, dass es den Tieren schlecht geht. Viele von ihnen sind nicht in der Wildnis aufgewachsen, zum Überleben sind sie auf Menschen angewiesen.

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Tiere in Zoos und Zirkussen werden regelmäßig von Tierärzten untersucht. Solange diese Fachleute keine Mängel feststellen, ist davon auszugehen, dass es den Tieren gut geht – so wie im Zirkus Voyage. Damit müssen sich auch die Kritiker abfinden. Solange, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Tierschützer dürfen protestieren und ihr Missfallen äußern – im gesetzlichen Rahmen. Die Praktiken mancher Organisationen sind fraglich. Schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten. Um in dem Streit voran zu kommen, müssen die Parteien miteinander reden, bereit sein, von ihrer Meinung abzuweichen und Autoritäten anerkennen.

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