Erneut Turbulenzen beim African Football-Cup / Teambetreuer fordern Spielplanänderung / Togo im Glück Algerien tritt nicht mehr an

Die neunte Auflage des African Football-Cups in der Pauliner Marsch steht in diesem Jahr sportlich unter keinem guten Stern. Mussten in der Vorrunde gleich zwei Spiele vorzeitig beendet werden, weil es zu teilweise handgreiflichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Spielern und Betreuern kam, trat am dritten Vorrunden-Spieltag Algerien nicht mehr an.
18.07.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus-peter Berg

Die neunte Auflage des African Football-Cups in der Pauliner Marsch steht in diesem Jahr sportlich unter keinem guten Stern. Mussten in der Vorrunde gleich zwei Spiele vorzeitig beendet werden, weil es zu teilweise handgreiflichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Spielern und Betreuern kam, trat am dritten Vorrunden-Spieltag Algerien nicht mehr an.

Bremen. "So ein Verhalten verstehen wir nicht und werden es auch nicht tolerieren, auch wenn man sportlich keine Chance mehr hat", meinte ein verstimmter Organisator Tala Awolola. "Algerien wird im nächsten Jahr nicht mehr eingeladen", kündigte er sofort an.

Immerhin blieb aber der Rest des Fußball-Festes friedlich. Denn auch am dritten Sonntag kamen wieder zahlreiche Zuschauer, um dem Treiben auf den Plätzen zuzusehen, oder einfach nur Picknick zu machen. Allerdings spielte diesmal die Musik bei weitem nicht so laut wie an den Tagen zuvor. Etliche Anwohner hatten sich über den hohen Lautstärkepegel aus den beiden Musikpavillons beschwert. Nun wurde deutlich heruntergeregelt, und es kam nur noch ein DJ zum Zuge.

Beschwerden gab es allerdings auch darüber, dass die Anlage angeblich nicht ganz sauber wieder verlassen würde. Dem allerdings widerspricht Tala Awolola energisch. "Wir räumen nach den Spielen innerhalb des Sportplatzbereiches immer alles auf und packen den Müll in Container und Säcke. Sie werden am Montag abgeholt und zur Müllkippe gefahren. Alles ist immer picobello", versichert er. Aber dieses Problem kennen er und seine Mitstreiter schon seit Beginn dieses Festes des Pan Afrikanischen Kulturvereins.

Sportlich hat sich nach den drei Vorrunden-Spieltagen die Spreu vom Weizen getrennt. Dass sich Titelverteidiger Ghana und Finalpartner Guinea Bissau nicht für die Halbfinals qualifizieren würden, stand schon nach zwei Spieltagen fest. Doch auch der Vorjahresdritte, Gambia, patzte. Im "Finalspiel" der Gruppe C reichte dem Team ein 2:2 gegen die Republik Kongo nicht für die Tabellenführung. Im Halbfinale geht es für den Kongo jetzt gegen das favorisierte Team aus Kamerun, das das entscheidende Spiel um die Tabellenführung gegen Togo mit 1:0 gewann. Bitter für Togo: Der entscheidende Treffer fiel durch ein Eigentor – und auf der anderen Seite wurden beste Chancen vergeben. Das allerdings änderte nichts an der Tatsache, dass Togo als bester Zweitplatzierter doch noch ins Halbfinale rückte.

Hier geht es dann gegen Angola, das kampflos durch das Nichterscheinen von Algerien zu drei Punkten kam und damit die Tabellenführung übernehmen konnte. Zwar hatte es Sierra Leone in der Hand, mit einem Sieg über Guinea Bissau aufgrund des weitaus besseren Torverhältnisses selbst ins Halbfinale einzuziehen, doch gab es nur ein 2:2 – und das bedeutete mit nur fünf Zählern das Aus.

Organisator Tala Awolola wurde von einigen Teambetreuern später noch bestürmt, aufgrund der Vorkommnisse doch den Spielplan zu ändern und statt vier gleich acht Mannschaften erst im Viertel- und dann erst im Halbfinale spielen zu lassen. Doch der blieb hart: "Spielplan ist Spielplan. Den können wir doch nicht einfach ändern. Jeder Mannschaft hatte doch die Chance, sich in der Vorrunde durchzusetzen. Wer das nicht geschafft hat, hat es auch nicht verdient, im Halbfinale zu spielen", blieb er hart. Und er fand damit auch die Zustimmung der Schiedsrichter. Denn die hätten am nächsten Sonntag noch einmal Sonderschichten einlegen müssen, um alle Spiele reibungslos über die Bühne zu bringen. So aber bleibt es nun bei den Ansetzungen Kamerun gegen Kongo und Angola gegen Togo.

9. AFRICAN FOOTBALL-CUP

Gruppe A

Ghana - Kamerun 0:2

Togo - Nigeria 2:1

Ghana - Togo 0:1

Kamerun - Nigeria 2:2

Kamerun - Togo 1:0

Ghana - Nigeria 1:0

1.Kamerun 3 2 1 0 4:2 7

2.Togo 3 2 0 1 3:2 6

3.Ghana3 1 0 2 0:3 3

4.Nigeria 3 0 1 2 3:4 1

Gruppe B

Guinea-Bissau - Angola1:2

Algerien - Sierra Leone1:10

Guinea-Bissau - Algerien1:1 Abbr.*

Angola - Sierra Leone 2:2

Guinea Bissau - Sierra Leone 2:2

Angola - Algerien kampfl. f. Angola

1. Angola3 2 1 0 4:3 7

2. Sierra Leone3 1 2 0 12:3 5

3. Guinea-Bissau*3 0 2 1 1:2 1

4. Algerien*3 0 1 2 1:10 0

* Nach Spielabbr. mit 0:0 und 0 Punkte für beide gewertet

Gruppe C

Gambia - Senegal 4:1

Senegal - Kongo 1:5

Gambia - Kongo 2:2

1. Kongo 2 1 1 0 7:3 4

2. Gambia2 1 1 0 6:3 4

3. Senegal2 0 0 2 2:9 0

Halbfinale

Kamerun - KongoSo., 14 Uhr

Angola - TogoSo., 17 Uhr

(Finalspiele am So., 4. August, ab 14 Uhr)

9. AFRICAN FOOTBALL-CUP

Zitat:

"Algerien wird

im nächsten Jahr nicht

mehr eingeladen."

Cup-Organisator Tala Awolola

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