Regisseur und Schauspieler stellen den Film in Form einer ungewöhnlichen Lesung vor

„All inclusive“ kommt bald in die Kinos

Neustadt. Inklusion ist ein wichtiges Thema in dieser Gesellschaft geworden – nicht nur als Menschenrecht, sondern auch, um die Barrieren in den Köpfen der Menschen zu lösen. Diesem Thema widmet sich der Film „All inclusive“, der Anfang nächsten Jahres in die Kinos kommen soll.
10.11.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Nadine Grohe
„All inclusive“ kommt bald in die Kinos

Kevin Alamsyah gehört zu den Beteiligten, die den Besuden-Film "All inclusive" vorstellten.

Walter Gerbracht

Neustadt. Inklusion ist ein wichtiges Thema in dieser Gesellschaft geworden – nicht nur als Menschenrecht, sondern auch, um die Barrieren in den Köpfen der Menschen zu lösen. Diesem Thema widmet sich der Film „All inclusive“, der Anfang nächsten Jahres in die Kinos kommen soll. Regisseur und Autor ist Eike Besuden, der zusammen mit den Schauspielern für eine Präsentation zur Shakespeare Company gekommen war.

Im „Falstaff“ waren rund 30 Gäste zur Lesung von Eike Besuden und einigen Darstellern des Films gekommen: Ulrike Knospe, Hannelore Sporleder, Melanie Socher und Kevin Alamsya hatten ihren Auftritter. „Wir lesen nicht alle Szenen, aber die meisten, und zwar so, dass die Zuhörer einen Eindruck der Geschichte haben und wir hinterlegen die Lesung mit Fotos aus dem Film. Die Zuschauer können so auch einen kleinen optischen Eindruck von dem bekommen, was im Film zu sehen sein wird. Der Eindruck ist dadurch wesentlich runder, als wenn wir nur lesen würden“, sagt Eike Besuden.

Aber nicht nur für Gäste und Interessierte ist es eine einmalige Gelegenheit gewesen, einen ersten Einblick zu bekommen und die Darsteller zu treffen, auch die Filmcrew zieht ihre Bilanz aus der Lesung. „Da der Film bisher nicht gezeigt worden ist in der Öffentlichkeit, bekommen wir hier einen allerersten Eindruck, worauf Leute reagieren, wo sie besonders mitgehen und vor allem, wo sie lachen“, sagt Besuden. Neben den Zuschauer-Reaktionen ist das Feedback im Nachhinein mindestens genauso wichtig und ein Highlight der Lesung „Die Highlights der Lesung waren die Reaktionen der Zuschauer hinterher. Da war ich wirklich sehr froh, dass die Geschichte so gut angekommen ist.“ Weitere Lesungen finden am Donnerstag, 17. November, um 18 Uhr im City 46 in der Birkenstraße 1 und am Sonntag, 4. Dezember, um 11 Uhr in der Villa Sponte, Osterdeich 59b, statt.

„All inclusive“ ist ein vollständig inklusives Filmprojekt mit Schauspielern, die zum größten Teil selbst eine körperliche oder geistige Einschränkung haben. In weiteren Rollen sind unter anderem Doris Kunstmann und Dominique Horwitz zu sehen. Produziert wird der Film von der Blauen Karawane in Zusammenarbeit mit den Pinguin Studios, gefördert von der Aktion Mensch sowie durch Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen aus Bremen. „In den letzten Jahren ist das Thema Inklusion so sehr in den öffentlichen Vordergrund geraten, dass es sich anbot, noch einmal darüber nachzudenken. Wir haben das Projekt nicht über einen Fernsehsender finanzieren können, daher war es notwendig, eine ganze Reihe von Unterstützern zu suchen, was auch ganz gut funktioniert hat“, sagt Besuden. Die Idee entwickelte sich also zu einem konkreten Projekt.

„Die Grundidee für die Geschichte habe ich mir gemeinsam mit David Safier ausgedacht. Ich denke, unsere Figurenkonstellation funktioniert und kann beliebig erweitert werden, ebenso wie die Serie.“ In dem Film geht es um Rosa, Ende 70, die seit Jahrzehnten das Hotel Weserlust geführt hat. Inzwischen hat sie einen erwachsenen Sohn, Ricky. Er ist behindert, führt aber ein ziemlich selbstständiges Leben. Nach dem plötzlichen Herzinfarkt Rosas verändert sich das Leben in dem Hotel und vom Erben Ricky. Er steht vor der Frage, ob er es schafft, das Hotel zu managen, ob er das überhaupt will oder verkaufen soll.

Karten und Informationen gibt es im Internet unter den Adressen www.allinclusive-der-film.de und www.weserlusthotel.de.
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+