Linken-Politikerin derzeit in der Reha Alpers will Mandat wahrnehmen

Bremen.Eine Frage beschäftigt die Bremer Linke nach der Bundestagswahl besonders: Wie geht es Agnes Alpers? Nach ihrem Zusammenbruch Ende Juni erholt sich die Abgeordnete, die wieder in den Bundestag gewählt worden ist, weiter von den Folgen des schweren Schlaganfalls. „Sie ist in der Reha und macht schnelle Fortschritte“, sagt Rudolf Kossolapow, Leiter ihres Bremer Wahlkreisbüros.
26.09.2013, 00:00
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Von Thomas Joppig

Eine Frage beschäftigt die Bremer Linke nach der Bundestagswahl besonders: Wie geht es Agnes Alpers? Nach ihrem Zusammenbruch Ende Juni erholt sich die Abgeordnete, die wieder in den Bundestag gewählt worden ist, weiter von den Folgen des schweren Schlaganfalls. „Sie ist in der Reha und macht schnelle Fortschritte“, sagt Rudolf Kossolapow, Leiter ihres Bremer Wahlkreisbüros. Wie lange es aber noch dauern wird, bis die 52-Jährige wieder ihr Abgeordnetenmandat wahrnehmen kann, sei nicht abzusehen.

Kossolapow geht davon, dass die Partei der Abgeordneten weiter die Zeit zugestehen wird, die sie braucht, um wieder gesund zu werden. Auch der Rückhalt unter den Wählern sei groß: „Alpers ist im Wahlkreis sehr verwurzelt. Das haben wir an den Reaktionen der Besucher an unseren Wahlkampfständen gemerkt.“

In der Parteispitze der Bremer Linken macht sich unterdessen Nervosität breit. „Wir bekommen in diesen Tagen viele Anfragen nach ihrem Gesundheitszustand“, sagt Landessprecher Christoph Spehr. „Es ist für uns ein Problem, weil wir nicht absehen können, wann Agnes Alpers in den Bundestag zurückkehren kann. Wir müssen nun mit ihr und ihrer Familie Gespräche führen, um eine Einschätzung zu gewinnen, wie lange sich ihr Genesungsprozess noch hinzieht.“

Zwar komme es in der Fraktion nicht auf jede Stimme an, so Spehr. Gleichwohl hätten die Linken-Wähler in Bremen ein Anrecht darauf, dass das Mandat auch wahrgenommen wird. „Wenn es beispielsweise ein ganzes Jahr lang brach liegt, wäre das sicher nicht hinnehmbar.“ Für ein Abgeordnetenmandat könne kein Stellvertreter auf Zeit benannt werden. Spehr:„Man kann es nur selbst ausüben. Wenn man es abgibt, hat man es verloren.“

Das möchte Alpers aber nicht. In einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung auf ihrer Internetseite bedankt sie sich bei den Parteifreunden für deren solidarische Unterstützung in dieser schweren Zeit. Dies gebe ihr „Mut und Kraft weiterzumachen“. Sie wolle nach ihrer Genesung ihr Mandat wieder „verantwortungsvoll ausführen“, schreibt Alpers weiter.

Sie war am 28. Juni nach einer Rede im Bundestag zusammengebrochen. Im Krankenhaus stellten die Ärzte eine Hirnblutung fest.

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