Historische Bilder aus Bremen

Als die Kelly Family noch Gratiskonzerte spielte

Auf dem Domshof, am Unisee, in der Stadthalle und im Weserstadion: In den 90er-Jahren spielte die Kelly Family umjubelte Konzerte in Bremen. Wir haben einen Blick in unser Archiv geworfen.
12.12.2019, 06:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Sarah Haferkamp und Ina Schulze
Als die Kelly Family noch Gratiskonzerte spielte

Am 9. Juli 1999 füllten die Kellys erneut die Bremer Stadthalle. In den drei Stunden des Auftritts drang immer wieder heftiges Gekreische aus der Halle. Trotz großem Auftritt in der Stadthalle ging auch hier "Waldemar" mit einer großen Spendenbox durch die Reihen und sammelte für die Krebs- und Aids-Stiftung der Kellys. Jimmy und Patricia Kelly waren damals nicht dabei.

Darüber hinaus beteiligten sich die Kellys am 20. Juli 1999 beim Unicef Sommer Open-Air Festival "We are the world" mit Lionel Richie im Weserstadion. (Foto).

picture alliance / dpa

Auf dem Domshof, am Unisee, in der Stadthalle und im Weserstadion: In den 90er-Jahren spielte die Kelly Family umjubelte Konzerte in unserer Hansestadt. Wir haben einen Blick in unser Archiv geworfen und zeigen Bilder aus vergangener Zeit. Nach ihrer

Comeback-Tour mit Station in der ausverkauften ÖVB-Arena

, ist die Kelly Family auch 2019 wieder in Bremen.

Im  November 1992 spielte die musikalische Großfamilie an einem Tag gleich mehrere Gratis-Konzerte auf dem Domshof. Der WESER-KURIER berichtete damals "Zum Familienkonzert auf dem Domshof kamen die Bremer und Bremerinnen mit Kind und Kegel. Die Kellys begeisterten ihr Publikum mit zum Teil ganz ausgezeichneten Stimmen, mit einem gutgemischten Repertoire und vor allem mit großem eigenem Engagement".

Im November 1992 spielte die musikalische Großfamilie an einem Tag gleich mehrere Gratis-Konzerte auf dem Domshof. Der WESER-KURIER berichtete damals "Zum Familienkonzert auf dem Domshof kamen die Bremer und Bremerinnen mit Kind und Kegel. Die Kellys begeisterten ihr Publikum mit zum Teil ganz ausgezeichneten Stimmen, mit einem gutgemischten Repertoire und vor allem mit großem eigenem Engagement".

Foto: Rosemarie Rospek
Auch am im September 1994 begeisterte die irische Großfamilie die Bremer auf dem Domshof. "Es war irre! Purer Wahnsinn! Sie sind unerreichbare Spitze!" wurden damals ein Teenager im WESER-KURIER zitiert. "Paddy, Paddy"-Rufe schallten über den Domshof und Plakate mit "I love Paddy" wurden in die Höhe gereckt. Als der damalige Liebling der Band auf die Bühne kam, ging ein Geschrei durch die Menge. "Ihr habt die Bremer Stadtmusikanten, wir sind die irischen Stadtmusikanten", sagte Michael Patrick Kelly 1994 in Bremen. Ihre Konzerte waren damals für alle offen. Den Gewinn brachten CDs und Kassetten, die sie bei den Straßenkonzerten verkauften.

Auch am im September 1994 begeisterte die irische Großfamilie die Bremer auf dem Domshof. "Es war irre! Purer Wahnsinn! Sie sind unerreichbare Spitze!" wurden damals ein Teenager im WESER-KURIER zitiert. "Paddy, Paddy"-Rufe schallten über den Domshof und Plakate mit "I love Paddy" wurden in die Höhe gereckt. Als der damalige Liebling der Band auf die Bühne kam, ging ein Geschrei durch die Menge. "Ihr habt die Bremer Stadtmusikanten, wir sind die irischen Stadtmusikanten", sagte Michael Patrick Kelly 1994 in Bremen. Ihre Konzerte waren damals für alle offen. Den Gewinn brachten CDs und Kassetten, die sie bei den Straßenkonzerten verkauften.

Foto: Andreas Kalka
Nur ein Jahr später erreichte die Kelly Family bereits 17.000 Menschen aus Bremen und umzu. Am Sonnabend, 16. September 1995 trat die irische Großfamilie bei einem Open-Air-Konzert am Unisee auf. Die ganze Parkallee war zugeparkt. Die Autokennzeichen stammten aus dem Raum Hamburg, Hessen, Ostfriesland und Schleswig-Holstein. Und als Angelo, damals noch mit glockenheller Stimme, "An Angel" anstimmte, ging ein Kreischen los, als wenn ein fürchterlicher Blitz in den Unisee eingeschlagen wäre. Bereits am 20. August 1995 war die Kelly Family in der Stadthalle in Bremerhaven aufgetreten.

Nur ein Jahr später erreichte die Kelly Family bereits 17.000 Menschen aus Bremen und umzu. Am Sonnabend, 16. September 1995 trat die irische Großfamilie bei einem Open-Air-Konzert am Unisee auf. Die ganze Parkallee war zugeparkt. Die Autokennzeichen stammten aus dem Raum Hamburg, Hessen, Ostfriesland und Schleswig-Holstein. Und als Angelo, damals noch mit glockenheller Stimme, "An Angel" anstimmte, ging ein Kreischen los, als wenn ein fürchterlicher Blitz in den Unisee eingeschlagen wäre. Bereits am 20. August 1995 war die Kelly Family in der Stadthalle in Bremerhaven aufgetreten.

Foto: Hans-Henning Hasselberg
Bruce Springsteen, Michael Jackson und na klar, auch die Kelly Family spielte im Bremer Weserstadion ein Konzert. Mit Schlafsäcken, Reisetaschen und Isomatten campierten Fans im August 1997 mehrere Tage vor dem Weserstadion, um in der vordersten Reihe einen Platz zu ergattern. Die Folklore-Band heizte rund 42.000 Fans in der Hansestadt ein. Unter anderem wurde während des Konzerts über Sensoren verfolgt, ob die Betonträger der Tribünen durch rhythmisches Stampfen begeisteter Zuhörer nicht in bedrohliche Schwingungen versetzt werden.

Bruce Springsteen, Michael Jackson und na klar, auch die Kelly Family spielte im Bremer Weserstadion ein Konzert. Mit Schlafsäcken, Reisetaschen und Isomatten campierten Fans im August 1997 mehrere Tage vor dem Weserstadion, um in der vordersten Reihe einen Platz zu ergattern. Die Folklore-Band heizte rund 42.000 Fans in der Hansestadt ein. Unter anderem wurde während des Konzerts über Sensoren verfolgt, ob die Betonträger der Tribünen durch rhythmisches Stampfen begeisteter Zuhörer nicht in bedrohliche Schwingungen versetzt werden.

Foto: Hans-Henning Hasselberg
In dem Programm mit Pop- und Folksongs lösten sich schnelle und ruhige Stücke ab, die Fans hüpften und sprangen im Weserstadion, sangen mit und hielten bei den Balladen Wunderkerzen und Feuerzeuge hoch. Auf eine ausgefuchste Bühnenshow und technische Finessen verzichteten die Kellys am 23. August 1997, neben der Bühne befand sich lediglich auf der rechten Seite eine Großbildleinwand, auf der die Band zu sehen war.

In dem Programm mit Pop- und Folksongs lösten sich schnelle und ruhige Stücke ab, die Fans hüpften und sprangen im Weserstadion, sangen mit und hielten bei den Balladen Wunderkerzen und Feuerzeuge hoch. Auf eine ausgefuchste Bühnenshow und technische Finessen verzichteten die Kellys am 23. August 1997, neben der Bühne befand sich lediglich auf der rechten Seite eine Großbildleinwand, auf der die Band zu sehen war.

Foto: Hans-Henning Hasselberg
Im Dezember 1997 warteten die Fans ebenfalls lange, um sich gute Plätze in der Stadthalle zu sichern. Einige Dutzend Jugendliche waren sogar einen Tag zuvor bereits auf der Bürgerweide. Damit sie nicht draußen campieren mussten, durften sie in der Stadthalle übernachten. Die 10.500 Karten für das Kelly-Konzert waren schnell restlos verkauft.

Im Dezember 1997 warteten die Fans ebenfalls lange, um sich gute Plätze in der Stadthalle zu sichern. Einige Dutzend Jugendliche waren sogar einen Tag zuvor bereits auf der Bürgerweide. Damit sie nicht draußen campieren mussten, durften sie in der Stadthalle übernachten. Die 10.500 Karten für das Kelly-Konzert waren schnell restlos verkauft.

Foto: Hans-Henning Hasselberg
Maite Kelly trauert Kelly Family nicht nach

Am 9. Juli 1999 füllten die Kellys erneut die Bremer Stadthalle. In den drei Stunden des Auftritts drang immer wieder heftiges Gekreische aus der Halle. Trotz großem Auftritt in der Stadthalle ging auch hier "Waldemar" mit einer großen Spendenbox durch die Reihen und sammelte für die Krebs- und Aids-Stiftung der Kellys. Jimmy und Patricia Kelly waren damals nicht dabei.

Darüber hinaus beteiligten sich die Kellys am 20. Juli 1999 beim Unicef Sommer Open-Air Festival "We are the world" mit Lionel Richie im Weserstadion. (Foto).

Foto: picture alliance / dpa
Bus der Kelly Family

Seit ihrem Welterfolg in den 90er Jahren sind die Mitglieder der Kelly Family nicht nur älter geworden, sondern es hat sich auch viel verändert. Statt neun Mitglieder treten nur noch sechs der alten Besetzung auf und auch Bremen blieben die Kellys immer wieder treu. Sehen Sie hier wie sich die Kelly Family seit damals verändert hat.

Foto: picture alliance / dpa
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