Kommentar über Armut und Gesundheit

Alte Daten

Mit derart altem Material wird es schwierig, heute zu erfassen, welche Präventionsangebote nötig sind, welche Ärzte wo fehlen, kommentiert Nina Willborn.
22.02.2018, 21:30
Lesedauer: 1 Min
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Alte Daten
Von Nina Willborn

Arme Bremer sterben früher als reiche, und sie sind öfter krank. Das ist keine neue Erkenntnis. Genauso wenig, dass die Schere zwischen armen und reichen Menschen im Bundesland immer weiter auseinander geht. Und das Problem ist erkannt, wie Politiker regelmäßig immer dann versichern, wenn Studien zum Thema auftauchen. Bei der Übersetzung ihrer Ergebnisse in die Praxis, auch das ist bekannt, gibt es Nachholbedarf.

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Das beginnt damit, dass man in Bremen im Moment gar nicht so genau weiß, wie es um die Gesundheit der Bürger in den einzelnen Stadtteilen bestellt ist. Die letzten Zahlen zur Lebenserwartung hat der Senat zwar erst im April veröffentlicht. Der aktuelle Landesgesundheitsbericht stammt aber aus dem Jahr 2010, die Daten-Grundlage ist entsprechend noch älter. Ein Baby, das damals geboren wurde, geht inzwischen längst in die Grundschule. Mit derart altem Material wird es schwierig, heute zu erfassen, welche Präventionsangebote in Grohn, Tenever oder auch in Peterswerder nötig sind, welche Ärzte wo fehlen. Deshalb ist die Forderung der Linken richtig: Bremen braucht einen regelmäßigen Gesundheitsbericht.

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