Bremen Alternative Wohnform Ölhafen-Initiative wohnt jetzt in Walle

In den letzten Monaten haben die Mitglieder der Ölhafen-Initiative mit ihren Bauwagen verschiedene brachliegende Flächen in Bremen besetzt. Jetzt ziehen sie nach Walle.
05.01.2019, 19:00
Lesedauer: 1 Min
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Alternative Wohnform Ölhafen-Initiative wohnt jetzt in Walle
Von Nina Willborn

„Wir sind immer noch da. Wir lassen uns nicht kleinkriegen.“ Das schreiben die Mitglieder der sogenannten Ölhafen-Initiative. Sie hatte in den letzten Monaten verschiedene brachliegende Orte in Bremen mit ihren zwölf Bauwagen besetzt, war aber jeweils von den Eignern aufgefordert worden, diese wieder zu verlassen. Seit Ende Dezember hat die Gruppe nun eine Fläche am Hagenweg in Walle besetzt. „Hier möchten wir bleiben und der ganzen Stadt zeigen, warum dieser neue Wagenplatz wichtig ist“, schreiben die Mitglieder der Initiative in ihrer Stellungnahme.

Die Gruppe sucht seit rund zwei Jahren eine Fläche für ihre alternative Wohnform. Vor wenigen Wochen musste sie eine Brache des Öl-Konzerns Esso in der Überseestadt nach Androhung einer Klage des Konzerns verlassen. Das Bauressort hatte der Ölhafen-Initiative in den letzten Monaten drei Flächen vorgeschlagen, auf denen die Stadtvertreter eine Bleibe für möglich halten.

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Bei einem der vorgeschlagenen Grundstücke, einem Innenhof in der Straße „Am Schwarzen Meer“, habe aber die Gesundheit Nord als Eigentümerin laut Ölhafen einen Tag vor dem Umzug abgelehnt. Ein Areal in Oslebshausen sowie das Angebot, vorübergehend auf den Campingplatz am Unisee zu ziehen, schlug die Gruppe selbst aus. Sie wollten sich nicht an den Stadtrand und damit aus dem Blickfeld der öffentlichen Wahrnehmung verdrängen lassen, schreiben die Aktivisten. Ob und wie lange sie nun in Walle bleiben können, ist unklar.

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