Autoverkehr und Radverkehr betroffen Am Bremer Loch wird es eng

Am Bremer Loch geht es voran, der Bau des Hauskomplexes auf dem Bahnhofsplatz beginnt. Autofahrer und Radfahrer müssen durch die Bauarbeiten mit Verkehrsbehinderungen rechnen.
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Am Bremer Loch wird es eng
Von Jan-Felix Jasch

Am Bremer Loch geht es voran, der Bau des Hauskomplexes auf dem Bahnhofsplatz beginnt. Autofahrer und Radfahrer müssen durch die Bauarbeiten mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Es geht voran am Bremer Loch. Das zumindest legen die Ausführungen des Investors, der Achim-Griese-Treuhandgesellschaft, nahe. Laut Projektleiterin Susanne Freye beginnt bereits in der kommenden Woche auf der einen Seite der Bau des Hauskomplexes, während an anderer Stelle das Loch weiter ausgehoben wird.

Um Zeit zu sparen, finden mehrere Bauphasen gleichzeitig statt. Menschen, die an der Baustelle vorüberkommen, werden die Auswirkungen der Arbeiten spüren: Ab dem 12. Dezember wird es Behinderungen für Radfahrer geben, ab Januar auch für Autofahrer.

Radverkehr wird umgeleitet

So wird ab der kommenden Woche am Breitenweg neben der Hochstraße zunächst ein Kran aufgestellt. Dieser soll Baumaterial in die Grube befördern, erklärte Freye bei einer Präsentation der Pläne am Donnerstag. Der Radweg an der Baugrube am Breitenweg muss daher gesperrt werden. Der Radverkehr wird auf die gegenüberliegende Seite des Breitenweges umgeleitet.

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An diese Umleitung wird man sich gewöhnen müssen: Sie wird gemäß dem Zeitplan des Investors bis zur Fertigstellung des Baus im Dezember 2018 Bestand haben, so Freye.

Im Januar kommenden Jahres wird dann auch das Verbindungsstück zwischen An der Weide und Breitenweg – diese Straße heißt Bahnhofsplatz – zunächst für Fahrradfahrer gesperrt. Und auch Autofahrer müssen in der Zeit vom 23. bis zum 29. Januar mit erheblichen Behinderungen im Bereich der Baustelle rechnen.

Es wird eng um die Baustelle

Denn stadteinwärts wird die Straße Bahnhofsplatz für Fahrzeuge komplett gesperrt. Die Fläche wird für einen mobilen Kran benötigt, mit dessen Hilfe Arbeiter den Hauptkran in der Baugrube aufstellen. Eng wird es aber auch danach, denn Lastwagen werden in Zukunft vermehrt rund um die Baugrube unterwegs sein. „Allein für den Aufbau des Krans sind es schon 30“, sagte Projektleiterin Freye.

Über Umleitungen haben die Verantwortlichen bereits nachgedacht. Zur weiträumigen Umfahrung rät Gunnar Polzin, Abteilungsleiter bei der Verkehrsbehörde, zur Fahrt über Parkallee und Rembertistraße auf den Breitenweg. Möglich sei auch ein Ausweichen über Hermann-Böse-Straße, Theodor-Heuss-Allee und Findorffstraße.

Bis zu 10.000 Fahrzeuge betroffen

Betroffen sind rund 8.000 Fahrzeuge – so viele fahren täglich stadteinwärts über die Straße Bahnhofsplatz. Auf dem Breitenweg sind es 10.000 Fahrzeuge. Auch diese dürften von den Behinderungen betroffen sein. Die Sperrungen für den Autoverkehr greifen erst im Januar, weil man sowohl die Weihnachtstage als auch das traditionelle Bremer Sechstagerennen abwarten wollte, um nicht noch größere Staus zu verursachen, sagte Polzin.

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Während die Planungen im Umfeld voranschreiten, wird auch in der Grube wieder gearbeitet. Nachdem es im Mai zu Absenkungen im Bereich der Baustelle gekommen war, kündigte die Griese-Treuhandgesellschaft im Herbst den Vertrag mit der Schweizer Baufirma Implenia. Die Treuhandgesellschaft entschied, den Bau selbst fortzusetzen.

Weitere Absenkungen des Bodens haben nach Angaben der Gesellschaft nur in sehr geringem Maße stattgefunden. „Es wurden Absenkungen zwischen 14 und 20 Millimetern vorhergesagt, mit vier Millimetern liegen wir deutlich drunter“, sagte Freye.

Rohbau soll im Dezember 2017 fertig sein

Dazu wechselte die Treuhandgesellschaft Implenia gegen gut zwei Dutzend Subunternehmen aus. Eines davon ist die Hochbaufirma Koha aus Berlin. Die Firma wird bereits in der kommenden Woche mit dem Bau des Hauskomplexes beginnen, berichtete Susanne Freye. Der Rohbau soll dann in rund einem Jahr, im Dezember 2017, fertig sein.

Ab Mai kommenden Jahres werde damit begonnen, die Haustechnik zu installieren. Ziel sei es, die Untergeschosse bis Ende Juli fertigzustellen. In den vier Untergeschossen befinden sich ein Stockwerk für Technik, zwei zum Parken und eines mit den Mietern Rewe und Woolworth. „Es könnte noch ein weiteres Unternehmen der Nahversorgung hinzukommen“, sagte Freye.

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Im September 2017 soll mit dem Bau der Fassade begonnen werden. Hierzu, so hieß es, habe sich die Treuhandgesellschaft bereits mit der Bremer Straßenbahn AG verständigt. Denn immerhin müsse an den Rohbauten ein Gerüst errichtet werden, das den Betrieb an den Straßenbahnanlagen behindern könnte.

Und schließlich soll auch der Bauzaun schöner werden. Sobald alle Materialien in der Grube sind, wolle man sich dieses Themas annehmen, sagte Susanne Freye. Allerdings wolle man dazu auch noch das Ende der Liebermann-Ausstellung in der Kunsthalle am 26. Februar 2017 abwarten. Auf dem aktuellen Bauzaun wird die Ausstellung beworben.

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