Bebauungsplanverfahren

Am Holz- und Fabrikenhafen ist nicht mehr nur Gewerbe ansässig

Am Holz- und Fabrikenhafen sind traditionell viele Gewerbebetriebe ansässig. Im Laufe der vergangenen Jahre sind aber auch andere Nutzer in das Gebiet gezogen. Deshalb wird nun der Bebauungsplan überarbeitet.
24.05.2019, 20:12
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Am Holz- und Fabrikenhafen ist nicht mehr nur Gewerbe ansässig
Von Anne Gerling
Am Holz- und Fabrikenhafen ist nicht mehr nur Gewerbe ansässig

Im Speicher XI ist unter anderem die Hochschule für Künste untergebracht.

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Theorie und Praxis im Areal zwischen Waller Stieg und Skatepark in der Überseestadt haben sich im Laufe der Jahrzehnte voneinander entfernt und passen nun nicht mehr zusammen. Im Bebauungsplan ist die Fläche zwischen dem Großmarkt und der Straße Am Holzhafen nämlich mit dem am 1. Februar 1921 beschlossenen Planungsrecht als Gebiet der Gewerbeklasse eins klassifiziert worden, was nach heutigem Stand einem Industriegebiet entspricht. Nicht überall in dem Gebiet sehe es aber tatsächlich auch so aus wie in einem Industriegebiet, sagt René Kotte, Stadtplaner im Bauressort. Als Beispiel nennt er den Speicher XI, der unter anderem die Hochschule für Künste (HfK) beherbergt – eine Art der Nutzung, die sich streng genommen nicht mit dem geltenden Bebauungsplan vertrage.

„Im Mai 2016 hat das Oberverwaltungsgericht gesagt, dass unsere Interpretation des Baurechts an dieser Stelle falsch ist“, so Kotte. Deshalb wird nun der Bebauungsplan für das Areal angepasst, das dafür notwendige Verfahren ist am 21. Mai mit einer Einwohnerversammlung gestartet worden.

Im Plangebiet liegt neben dem Waller Stieg, dem Speicher XI und dem Hafencasino auch die Trasse der früheren Hafenbahn am Zaun zum Großmarktgelände. Diesen Grundstücksstreifen, der sich in städtischem Besitz befindet, würde der Rektor der Hochschule für Künste, Roland Lambrette, gerne nutzen, um die Hochschule nach außen zu öffnen und dort zum Beispiel regelmäßig künstlerische Arbeiten zu präsentieren. Eine Idee, die der Waller Beirat und auch etliche Waller gerne unterstützen wollen. Das Bauressort wiederum sieht auf dieser Fläche zukünftig einen Rad- und Fußweg.

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